Gründerstory digitalike: Wie zwei Berliner SEO-Veteranen eine Agentur ohne Overhead und ohne lange Kündigungsfristen aufbauen
Ende 2022 erschien ChatGPT, Anfang 2023 gründeten Uwe und Johannes digitalike. Dass beides zusammenfiel, war kein Zufall, sondern ein Vorteil, den die beiden von Anfang an genutzt haben. Mit über einem Jahrzehnt SEO-Erfahrung – bei Trust Agents und später bei Dept – wussten sie, was im klassischen Agenturmodell oft nicht funktioniert: Audits, die niemand umsetzt, intransparente Prozesse und Kunden, die keine Kontrolle über ihre eigenen Daten haben. digitalike ist ihr Gegenentwurf.
Für unsere Gründerstory hat Uwe unsere Fragen beantwortet und spricht offen über das Verhältnis von SEO und GEO, über Tools, über den Aufbau eines kleinen Teams und darüber, warum nachhaltiges Wachstum für ihn wichtiger ist als schnelles Skalieren.

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview
Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?
Hi, ich bin Uwe, Gründer der SEO- und GEO-Agentur digitalike. Wir sind eine kleine Agentur aus Berlin, die vor drei Jahren gegründet wurde. Neben der Beratung und Umsetzung von SEO- und GEO-Projekten haben wir zwei weitere Standbeine: Reddit-Marketing und Data Science. Wir zeichnen uns vor allem durch Effizienz, Transparenz und Qualität aus. Da wir ohne Overhead durch Projektmanager:innen oder Accountmanager:innen arbeiten, können wir Projekte sehr kosteneffizient steuern und unsere Expertise voll einbringen.
Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung
In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.
Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.
Von Erfahrung zur eigenen SEO-Agentur
Wie ist digitalike entstanden – war es ein bestimmtes Projekt oder eine Beobachtung im SEO-Umfeld, die euch auf den Fokus „SEO, Content und KI-Optimierung“ gebracht hat?
Digitalike ist im Grunde ganz natürlich entstanden. Johannes und ich machen beide seit jeweils mehr als einem Jahrzehnt Suchmaschinenoptimierung. Damals bei Trust Agents, später dann bei Dept. Wir haben gesehen, dass der Bedarf weiterhin da ist, aber es nach wie vor nicht genug wirklich gute Agenturen auf dem Markt gibt. Deshalb haben wir uns getraut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Der Fokus auf SEO, Content und KI-Optimierung hat sich dann ebenfalls ganz organisch aus unserer bisherigen Historie ergeben.
Kombination aus SEO-Grundlagen und moderner KI-Optimierung
Was löst ihr für eure Kund:innen konkret: Geht es vor allem um klassische Google-SEO, Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen wie ChatGPT/Perplexity oder die Kombination beider?
Wir kombinieren beides, also SEO und GEO. Ich würde aber nach wie vor sagen, dass 80 Prozent der Optimierung für GEO eigentlich SEO sind. Und da Google, Stand heute, März 2026, immer noch den Großteil des Traffics ausmacht, ist das gerade bei Projekten, die noch nicht sauber für Suchmaschinen optimiert sind, meist der erste Schritt. Erst in der zweiten Stufe, wenn die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung gelegt sind, kümmern wir uns um GEO. Es gibt einzelne Fälle, in denen die Reihenfolge anders sinnvoll ist, zum Beispiel wenn die SEO-Grundlagen schon stehen. Das ist aber eher die Ausnahme.
Angebot aus Praxis, Bedarf und Weiterentwicklung entstanden
Wie habt ihr euer Angebot (SEO-Beratung, Content-Marketing, GEO-Optimierung) entwickelt – basierend auf Markttrends, Kund:innenfeedback oder eigenen Erkenntnissen?
Das Angebot hat sich relativ natürlich entwickelt, einfach aus dem Bedarf heraus. Was braucht es, um in Suchmaschinen und KI-Bots sichtbar zu sein? Dazu gehören technische und inhaltliche Beratung sowie die operative Umsetzung. Dazu gehört die Contenterstellung. Dazu gehört zum Teil auch Reddit-Marketing. Um das Ganze sauber reporten zu können, brauchen wir ein Looker-Studio-Reporting mit Google Cloud und BigQuery als Datenbankgrundlage. Das wiederum brauchen wir auch, um Tools zu bauen. All das hat sich aus der SEO-Beratung heraus entwickelt. Die Services drumherum haben wir zunächst aufgebaut, um unsere Beratung besser zu machen. Teilweise haben sich aus diesen einzelnen Leistungen dann aber auch eigene Bereiche entwickelt.

Breites Kundenspektrum mit Fokus auf B2B und E-Commerce
Wer sind eure idealen Kund:innen: E-Commerce-Shops, Tech-Unternehmen, Dienstleister oder lokale Businesses, die lokale Sichtbarkeit brauchen?
Grundsätzlich helfen wir erst mal allen, die Unterstützung brauchen und auch bereit sind, dafür etwas zu tun. In der Praxis hat sich bisher gezeigt, dass wir viele B2B-Kund:innen haben, sowohl aus dem SaaS-Bereich als auch aus dem Industriebereich. Ein weiterer wichtiger Zweig für uns ist E-Commerce. Außerdem arbeiten wir auch mit einigen Agenturen zusammen, die selbst nicht primär SEO machen. Prinzipiell können wir aber sehr vielen helfen und freuen uns auch immer über Projekte, die nicht dem bisherigen Standard entsprechen.
Erfahrung, Umsetzung und Transparenz als zentraler Unterschied
Was unterscheidet digitalike von anderen SEO-Agenturen – euer ganzheitlicher Ansatz, die KI-Spezialisierung, die Transparenz oder die persönliche Betreuung?
Zum einen haben wir viele Jahre Agenturerfahrung und dadurch schon sehr viele Projekte gesehen. Zum anderen kennen wir dadurch auch die positiven und negativen Seiten klassischer Agenturbetreuung sehr genau. Daraus haben wir einen Ansatz entwickelt, der die positiven Seiten bewusst stärkt und die negativen anders löst. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir nicht nur Audits schreiben, sondern auch sicherstellen, dass die Erkenntnisse daraus tatsächlich umgesetzt werden, damit unsere Empfehlungen zu einer positiven Entwicklung beim Kunden beitragen und nicht einfach nur auf der Rechnung stehen. Ein weiterer Punkt ist die Transparenz. Unsere Kund:innen können jederzeit nachvollziehen, wer wofür Zeit aufgewendet hat und welche Aufgaben gerade anstehen. Sie können außerdem jederzeit den Vertrag beenden. Unsere Kündigungsfrist beträgt nur einen Monat, weil wir keine unzufriedenen Kund:innen halten wollen. Das bringt weder uns noch dem Kunden etwas.
Deshalb arbeiten wir Monat für Monat am Maximum, um unsere Kund:innen langfristig zu halten. Bisher funktioniert das sehr gut.
Strukturierter Ablauf von Analyse bis Umsetzung und Reporting
Wie läuft ein typisches Projekt bei euch ab – von der ersten Analyse bis zum Reporting, und was sind eure Erfolgsfaktoren?
Am Anfang sprechen wir mit dem Kunden natürlich erst einmal über seine Ziele, seine Erwartungen, vielleicht auch darüber, was bisher schon versucht wurde, wo die Zielgruppe liegt und was letztlich das eigentliche Ziel des Ganzen ist. Danach folgt meist ein Audit. Das ist aber direkt so pragmatisch aufgebaut, dass es bereits eine Roadmap enthält, mit der man in den folgenden Wochen konkret arbeiten kann. Wenn diese Roadmap steht, stimmen wir sehr klar mit dem Kunden ab, wer wofür verantwortlich ist. Also zum Beispiel, wer Texte erstellt oder wer Ansprechpartner:in für technische Themen ist. Die Themen werden dann priorisiert und mit Deadlines versehen, sodass wir für die kommenden Wochen und Monate einen klaren Fahrplan haben. Auf Basis dieser Absprachen wird dann umgesetzt. Alles, was wir übernehmen können, setzen wir um. Alles, was auf Kundenseite liegt, sollte entsprechend dort erledigt werden. Natürlich unterstützen wir an den Stellen, an denen es sonst nicht weitergeht.
Wichtig ist uns dabei, dass wir immer im Blick behalten, ob Dinge auch tatsächlich umgesetzt werden. Deshalb suchen wir nach pragmatischen Lösungen. Manchmal ist ein kompletter Relaunch einer Website zwar aus technischer Sicht sinnvoll, aber wirtschaftlich nicht. Dann finden wir trotzdem einen Weg, der für den Kunden praktikabel ist, hilft und ins Budget passt. Wenn beim Kunden die Kapazitäten fehlen, um Inhalte einzupflegen, zu optimieren oder Texte zu schreiben, übernehmen wir auch das. Parallel dazu setzen wir ein sauberes Reporting auf. Das läuft bei uns über Google BigQuery und Looker Studio, wo wir verschiedene Datenquellen zusammenführen, von Google Analytics über die Search Console bis hin zu Data for SEO und weiteren Quellen.
Diese Daten bereiten wir dann im Looker Studio auf. Gemeinsam mit dem Kunden schauen wir regelmäßig auf die Ergebnisse, hinterfragen uns selbst und versuchen laufend, den Weg zu mehr Umsatz, Leads und Conversions zu verbessern.
Herausforderungen zwischen KI-Dynamik, Wachstum und Agenturaufbau
Welche Herausforderungen gab es beim Aufbau von digitalike – etwa die Balance zwischen klassischer SEO und neuen KI-Anforderungen oder das Teamwachstum?
Wir sind in einer Phase gestartet, in der ChatGPT gerade herauskam. Das war Ende 2022, gestartet sind wir Anfang 2023. Das hat uns in dieser Zeit sehr geholfen, weil wir dadurch viele Dinge machen konnten, die ohne KI so nicht möglich gewesen wären. Mit der weiteren Entwicklung der KI kam natürlich erst einmal etwas Unsicherheit auf.
Wohin geht das Ganze?
Wie entwickelt sich der Markt?
Lassen sich diese Systeme überhaupt nachhaltig optimieren?
Wir haben aber relativ schnell gemerkt, dass der Bedarf da ist und dass die Maßnahmen, die wir identifiziert haben, auch funktionieren. Also dass man tatsächlich mehr Sichtbarkeit in LLM-Systemen für Kund:innen erzeugen kann. Dadurch ist diese anfängliche Unsicherheit relativ schnell einem neuen Selbstbewusstsein gewichen.
Der Aufbau einer Agentur ist an sich natürlich immer eine Herausforderung. Gerade am Anfang gibt es viele Baustellen gleichzeitig. Als Gründer ist man stark in die laufenden Projekte eingebunden. Das bin ich bis heute noch. Dadurch bleibt oft wenig Zeit, sich links und rechts um andere Dinge zu kümmern. Langfristig darf das aber nicht liegen bleiben. Deshalb muss man sich dann auch um Themen wie Teamaufbau kümmern, um für sich selbst und das Team Entlastung zu schaffen. Dabei kommt dann direkt die nächste Herausforderung dazu: Man muss die richtigen Leute finden. Das ist natürlich nicht so einfach. Wir hatten das Glück, dass wir aus unserer früheren Agentur einige Kontakte mitgebracht haben und dadurch auch Mitarbeiter:innen gewinnen konnten, die das Projekt mit uns angehen wollten. Und auch die Kolleg:innen, die wir später von außen eingestellt haben, haben gut zu uns gepasst.
Erfolgsmessung mit Fokus auf Business-Kennzahlen statt nur Traffic
Wie messt ihr den Erfolg eurer Arbeit – an Ranking-Verbesserungen, Traffic, Conversions oder KI-Sichtbarkeit?
Das ist immer individuell und wird mit dem jeweiligen Kunden abgestimmt. Traffic ist für viele Kund:innen nach wie vor eine wichtige Kennzahl, von der ich persönlich aber eher abrate, wenn sie zu stark im Mittelpunkt steht. Wir versuchen stattdessen, stärker auf die Business-Kennzahlen zu schauen. Das heißt konkret: auf eingegangene Leads, auf die Zahl der Conversions und auf den Umsatz, der am Ende dabei herauskommt. Natürlich monitoren wir auch Traffic, Sichtbarkeit in LLMs und all diese Soft-KPIs. Aber am Ende zählt, dass der Kunde mehr Geld verdient als vorher. Darauf richten wir letztlich alles aus.
Kontinuierliches Lernen und strukturierter Wissenstransfer
Wie bleibt ihr als Agentur „immer im Bilde“ bei Themen wie KI-Suchmaschinen, Core-Updates und neuen Content-Trends?
Da haben wir verschiedene Ansätze. Zum einen geben wir allen Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, regelmäßig SEO-News zu lesen. Dafür sind jeden Tag mindestens 15 Minuten eingeplant. Außerdem sprechen wir in einem zentralen Meeting immer wieder über die Themen, die in einer Woche so aufgelaufen sind. Wenn besonders spannende Entwicklungen auftauchen, machen wir daraus auch eigene Workstreams. Dann bekommen einzelne oder auch mehrere Mitarbeiter:innen die Aufgabe, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und daraus Lösungen, Ansätze oder Tools zu entwickeln.
Nachhaltiges Wachstum mit Fokus auf Qualität und Entwicklung
Wo seht ihr digitalike in fünf Jahren: als führende KI-SEO-Agentur in Berlin oder mit internationaler Ausrichtung?
Wir haben für uns immer gesagt, dass wir so wachsen wollen, wie es sinnvoll ist. Natürlich haben wir den Anspruch, mittelfristig größer zu werden. Aber wir wollen nicht auf Biegen und Brechen jedes Jahr zweistellig Mitarbeiter:innen dazubekommen. Wir müssen als Organisation und auch als Gründer mit diesem Wachstum mithalten können. Das ist uns wichtig, damit das, was wir uns ursprünglich für die Agentur vorgestellt haben, auch langfristig erhalten bleibt. Deshalb kann ich heute noch gar nicht genau sagen, ob wir in fünf Jahren statt aktuell acht Leuten vielleicht 15 Personen sind oder 25. Genauso wenig, ob wir dann noch überwiegend im europäischen Raum arbeiten, so wie heute, oder deutlich internationaler unterwegs sind.
Wenn sich Chancen ergeben, werden wir sie sicher nutzen. Aber wir werden immer darauf achten, dass wir unser hohes Qualitätsniveau halten und für unsere Mitarbeiter:innen einen Arbeitsplatz schaffen, an den sie gerne kommen und der sie genauso glücklich macht wie uns als Gründer.

Fragen zu SEO/Online-Marketing & Tools
Eigene Website und Kanäle als Praxisbeispiel für SEO und KI
Wie optimiert ihr eure eigene Website und Kanäle für SEO und KI-Sichtbarkeit – lebt ihr vor, was ihr euren Kund:innen empfehlt?
Ja. Wir optimieren unsere Website tatsächlich selbst. Wir haben einige passende Landingpages aufgebaut, die auch sehr gut funktionieren. Mit unserem Blog, der eigentlich oft Teil einer guten Content-Strategie ist, gehen wir aktuell noch etwas stiefmütterlich um. Dort platzieren wir eher Trendthemen und Recaps und optimieren weniger konsequent auf Sichtbarkeit. Das ist im Moment tatsächlich vor allem eine Kapazitätsfrage. Im Bereich GEO haben wir zumindest die Offpage-Hebel, die wir nutzen konnten, bereits umgesetzt und auch Onpage alles in die Wege geleitet. Dort sind wir auch schon sehr gut sichtbar.
Tools und Automatisierungen für SEO, Content und KI-Optimierung
Welche Tools setzt ihr für Onpage-SEO, technische Optimierung, Content-Analyse oder KI-Content-Erstellung ein?
Klassische Tools sind für uns Screaming Frog, natürlich die Google Search Console, Sistrix und TermLabs. Neuerdings nutzen wir auch Rankscale für die KI-Optimierung. Mit n8n automatisieren wir einige Prozesse. Und die gängigen KI-APIs und Chatbots sind für uns natürlich eine tägliche Anlaufstelle. Dazu kommen sehr viele selbst gebaute Tools.
GEO-Optimierung für lokale Sichtbarkeit und LLM-Kompatibilität
Wie geht ihr bei GEO-Optimierung vor – besonders für lokale Unternehmen in Berlin oder DACH?
Zunächst schauen wir natürlich, wofür der Kunde gefunden werden möchte. Die Analyse der Suchbegriffe läuft dabei tatsächlich immer noch klassisch über SEO und Suchvolumen. Ich habe bis heute noch kein verlässliches Tool für Prompt-Suchvolumen gefunden. Aus meiner Sicht ist das im Moment also der sinnvollste Weg. Danach bauen wir passende Landingpages auf. Hier gibt es klare Synergien zwischen SEO und GEO. Diese Seiten sind dann so aufgebaut, dass sie auch von LLMs gut gelesen werden können. Der Content ist in Abschnitte oder Chunks gegliedert und häufig mit strukturierten Daten angereichert. Im Vergleich zur klassischen SEO ist aber vor allem der Outreach für Listicles oder andere Artikel besonders wichtig. Bei lokalen Unternehmen kommt es dann auch weiterhin auf das Google-Unternehmensprofil und dessen Optimierungsgrad sowie lokale Erwähnungen an.
Content-Marketing und Empfehlungsmanagement als Kund:innenmotor
Welche Rolle spielt Content-Marketing für eure Kund:innengewinnung – Blog, Case Studies, Lead-Magnets oder Social?
Bisher tatsächlich eher eine untergeordnete. Das größte Content-Marketing, das wir aktuell machen, läuft im Grunde über meinen eigenen LinkedIn-Kanal, über Auftritte auf SEO-Konferenzen, Webinare oder Fachartikel, zum Beispiel in der Website Boosting. Die meisten Kund:innen kommen aber tatsächlich über Empfehlungen von zufriedenen aktuellen oder früheren Kund:innen. Damit sind wir aktuell mehr als gut ausgelastet. Daher würde ich als wichtigsten Marketingkanal die Qualität unserer Arbeit zusammen mit der Mundpropaganda sehen.
Ganzheitliche Beratung zu SEA, Social Ads und organischer Sichtbarkeit
Wie beratet ihr Kund:innen zu bezahlten Kanälen (SEA, Social Ads) im Kontext von organischer SEO und KI?
Im Bereich SEA arbeiten wir mit Freelancer:innen zusammen. Das Zusammenspiel der Kanäle ist aus unserer Sicht sehr wichtig. Wir achten darauf, dass wir auf maximalen Erfolg optimieren. Das heißt: Dort, wo bereits ein gutes SEO-Ranking besteht, muss nicht zwangsläufig zusätzlich eine SEA-Kampagne laufen. In manchen Fällen kann das trotzdem sinnvoll sein. Umgekehrt ergibt es natürlich Sinn, SEA einzusetzen, wenn wir im SEO noch nicht ranken. Wir sehen das in vielen Bereichen als gemeinsames Projekt und nicht als voneinander getrennte Disziplinen.
Persönliche Fragen an die Gründer
Persönlicher Weg zu SEO, GEO und KI-Sichtbarkeit
Was hat euch persönlich zum Thema SEO + KI gebracht – eine berufliche Wende, ein Projekt oder die Beobachtung von Marktveränderungen?
Ich mache das jetzt seit ungefähr 2010. Ich bin damals quer eingestiegen. Eigentlich wollte ich Journalist werden und habe dann über das Online-Texten meine Liebe zur Suchmaschinenoptimierung entdeckt. Seitdem bin ich tatsächlich dabei geblieben. Dass dann später auch die Hinwendung zum Thema GEO kam, betrifft ja nicht nur mich, sondern die ganze Branche. Es ist einfach sehr naheliegend, dieses Thema aufzugreifen, weil es methodisch und vom Skillset her sehr nah an SEO liegt. Für uns ist das natürlich auch als Agentur und persönlich ein wichtiger Weg in die Zukunft.

Erfahrung und Teamexpertise als Stärke in SEO und Beratung
Welche Fähigkeit oder Erfahrung aus eurem Background macht euch als SEO-Expert:innen besonders stark?
Ich habe früher für Trust Agents gearbeitet. Diese Zeit war sehr lehrreich. Dort habe ich extrem viele große und kleine Kund:innen beraten und hatte ein tolles Team um mich herum, in dem ich auch meinen Mitgründer Johannes kennengelernt habe. Das Team damals und auch die Geschäftsführung waren sehr erfahren und stark auf Qualität bedacht. Genau das führen wir heute in unserer eigenen Arbeit weiter.
Pragmatismus, Kundenfokus und eigenverantwortliches Arbeiten im Alltag
Wie hat sich euer Arbeitsalltag seit der Gründung von digitalike verändert – mehr Strategie, mehr Kundenarbeit oder mehr Teamführung?
Das ist eine gute Frage. Vor allem ist der Arbeitsalltag im Vergleich zu der Agentur, in der ich vorher war, deutlich pragmatischer geworden. Wir mussten viele Dinge selbst machen, uns oft neu erfinden und konnten Dinge einfach direkt anpacken, weil wir die Entscheidungen selbst treffen konnten. Genau das liebe ich an der Selbstständigkeit. Die Kundenarbeit ist dabei, würde ich sagen, mindestens gleich geblieben, wenn nicht sogar mehr geworden.
Kontinuität, Wachstum und Selbstbewusstsein als bisheriger Erfolg
Was war euer bisheriger Höhepunkt mit digitalike – ein besonderes Kundenprojekt, ein Ranking-Sprung oder ein Team-Meilenstein?
So genau lässt sich das gar nicht auf einen einzelnen Moment eingrenzen. Ich würde sagen, der größte Erfolg ist, dass wir nach drei Jahren immer noch da sind. Und das in einem Markt, der nicht einfach ist, der sich mehrfach verändert hat. Dass wir trotzdem weiter wachsen und sehr selbstbewusst in die Zukunft schauen können, ist für mich der wichtigste Meilenstein.
Mut, Qualität und strategische Planung als Schlüssel zum Agenturerfolg
Welchen Tipp gebt ihr euch selbst rückblickend auf den Weg zur eigenen Agentur?
Der erste große Schritt ist sicher, überhaupt den Mut zu fassen, sich selbstständig zu machen und den sicheren Hafen des Angestelltendaseins zu verlassen. Das ist auch nicht für jede:n etwas, denn es bedeutet neben viel Verantwortung auch viel Schweiß, Wochenendarbeit und Einsatz, gerade am Anfang. Wenn ich mir selbst rückblickend etwas raten müsste, dann wahrscheinlich, dass wir uns von Anfang an mehr Zeit für den strategischen Aufbau unseres Agenturmarketings und unserer Prozesse hätten freischaufeln sollen. Das ist unter dem hohen Druck der Kundenarbeit gerade zu Beginn oft auf der Strecke geblieben. Vermutlich hätte uns das auch zu noch mehr Wachstum verhelfen können.
Gleichzeitig weiß ich aber nicht, ob ich es wirklich anders gemacht hätte. Die Qualität unserer Arbeit war gerade in den ersten ein bis zwei Jahren extrem wichtig, um überhaupt gut durch diese Phase zu kommen. Und Qualität ist bis heute unser wichtigstes Kriterium. Tatsächlich kommen die meisten Kund:innen auch heute noch zu uns, weil sie unsere Arbeit kennen oder von anderen gehört haben, dass sie sehr gut ist. Insofern ist das beste Marketing, das wir machen können, nach wie vor, in Qualität zu investieren. Deshalb bin ich mir gar nicht sicher, ob ich meinen eigenen Tipp heute wirklich konsequent befolgen würde.
Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit
Seid ihr eher Daten-Analyst:innen oder Content-Kreative?
Beides.
Testet ihr neue KI-Tools, sobald sie rauskommen?
Viele ja, aber natürlich kann man nicht jedes einzelne Tool direkt beim Erscheinen ausprobieren.
Könnt ihr bei Google-Core-Updates ruhig schlafen?
Ja, absolut. Wir haben nichts zu verstecken, und in den letzten Jahren ist es für unsere Kund:innen eigentlich immer gut ausgegangen.
Habt ihr vor digitalike schon eine Agentur gegründet?
Nein.
Würdet ihr wieder in SEO/Online-Marketing starten?
Ja, absolut. Ich glaube, der Bereich hat weiterhin Zukunft. Er verändert sich gerade stark, aber das ist auch gut. Das Skillset wird breiter. Näher am KI-Hype kann man kaum dran sein. Sich mit der Entwicklung und dem Verständnis von LLMs zu beschäftigen, also damit, wie man sie optimieren kann, aber auch damit, wie sie funktionieren, wird auf jeden Fall kein schlechter Weg sein. Ich denke auch, dass klassische Suchmaschinen in ihrer bekannten Form noch einige Jahre relevant bleiben werden, zumindest für einen Teil der Nutzer:innen.
Schnellfragen zu Online-Marketing und SEO
Fokussiert ihr euch stärker auf KI-Optimierung als klassische Google-SEO?
Da meines Erachtens 80 Prozent von GEO auch SEO sind, fangen wir auf jeden Fall immer mit SEO an und ergänzen danach einzelne Maßnahmen für GEO. Wer zum Beispiel keine sauberen Landingpages hat, kann auch im GEO-Bereich nicht wirklich gefunden werden.
Bietet ihr feste Pakete oder immer individuelle Strategien?
Wir bieten immer individuelle Strategien und Verträge an.
Nutzt ihr selbst aktiv bezahlte Ads für Kund:innenakquise?
Ja.
Habt ihr einen Content-Kalender für eure Kanäle?
Ja.
Ist organischer Traffic euer wichtigster Lead-Kanal?
Ja.
digitalike: Schlanke Strukturen, maximale Wirkung und Mut zur KI
„Der größte Erfolg ist, dass wir nach drei Jahren immer noch da sind.“ Uwe sagt das ohne Pathos, und genau das macht die Aussage glaubwürdig. In einem Markt, der sich mit ChatGPT, Core-Updates und dem Aufstieg von GEO gleich mehrfach verändert hat, ist Kontinuität keine Selbstverständlichkeit. Dass digitalike dabei nicht auf Biegen und Brechen skaliert, sondern auf Qualität und Wachstum im eigenen Tempo setzt, ist eine Haltung, die im Agenturgeschäft seltener ist als man denkt.
Danke an Uwe für das offene und fachkundige Gespräch. Wer mehr erfahren will, findet das Team unter digitalike.de.

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