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DSKOM: Vom Webdesign-Pionier zu einer führenden Online-Marketing-Agentur für KMU

Seit 2002 unterstützt DSKOM kleine und mittelständische Unternehmen dabei, online sichtbar zu werden und messbare Ergebnisse zu erzielen. Gründer Sven Deutschländer erklärt, wie aus einer Webagentur ein ganzheitlicher Digital-Marketing-Dienstleister wurde – inklusive SEO, Google Ads, E-Mail-Marketing und praxisnahen Workshops.

DSKOM: Vom Webdesign-Pionier zu einer führenden Online-Marketing-Agentur für KMU
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Im Rahmen unserer Gründerstories hat sich Sven Deutschländer die Zeit genommen, uns Einblicke in die Entwicklung von DSKOM zu geben. Er spricht über die Herausforderungen, die Transformation von einer klassischen Webagentur hin zu einer ganzheitlichen Online-Marketing-Agentur, und teilt seine Erfahrungen im Umgang mit Kunden, Teamaufbau und Digital-Strategien.

Von der frühen Fokussierung auf Google Ads bis hin zu einem starken Seminar- und Workshop-Angebot zeigt Sven, wie DSKOM kontinuierlich Mehrwert für KMU schafft. Lesen Sie weiter, um mehr über die Geschichte und Strategien eines erfolgreichen Digital-Marketing-Dienstleisters zu erfahren

dskom Logo

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview

Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?

Die dskom digital.marketing.agentur ist eine Online-Marketing-Agentur für kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Sitz in Berlin. Mein Name ist Sven Deutschländer, ich habe die dskom gegründet und bin zusammen mit meinem Partner Harry Schäfer Geschäftsführer der Agentur. Seit 2002 unterstützen wir KMU dabei, mit ganzheitlichem Online-Marketing – von SEO und Google Ads über E-Mail-Marketing bis Webanalyse – langfristig und nachhaltig im World Wide Web erfolgreich zu sein. Wir nutzen dafür das Wissen aus über 20 Jahren Agenturarbeit. Besonders bekannt sind wir auch für unser Seminar- und Workshop-Angebot.

Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung

In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.

Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.

Von der Webagentur zur ganzheitlichen Online-Marketing-Strategie

Ihr habt 2002 in Stuttgart mit Weberstellung angefangen – und dann schrittweise zu Online-Marketing und Beratung transformiert. Was war der Grund für diese Evolution? Habt ihr gemerkt, dass Webdesign allein nicht zukunftssicher ist?

Wir haben 2002 als klassische Website-Schrauber begonnen. Die Evolution hin zum Online-Marketing war eine direkte Reaktion auf die Bedürfnisse der nach und nach gewonnenen Kundinnen und Kunden. Eine schöne Website allein bringt schließlich keinen Umsatz – ohne Auffindbarkeit keine Leads. Wir sahen sehr früh, dass der eigentliche Mehrwert für KMU nicht allein im Bau, sondern in der Vermarktung der Website liegt. Die konsequente Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen über das Internet wurde deshalb ab 2004 unser zentrales Agentur-Thema.

Ergänzende Geschäftsfelder: B2B-Werbeartikel und Geschenke

2005 kam der B2B-Werbeartikel-Service dazu (Weihnachtsgeschenke, EM/WM-Fanartikeln). Das klingt nach einem ganz anderen Business. Wie hat das damals gestanden? War das eine bewusste Diversifikation oder eher opportunistisch?

Dieser Geschäftsbereich war damals eine bewusste Ergänzung, um Online-Marketing ganzheitlicher zu verstehen. Auch wenn wir tief in der digitalen Welt verwurzelt sind, sind haptische Werbemittel und Geschenkideen ein extrem wichtiger Teil der Bestandskundenbindung und in der Neukunden-Akquise. Mit dem Geschenkeservice ging es 2005 los, seinen Höhepunkt hatte er während der COVID-Pandemie 2020 und 2021. Seit 2022 spielt er aber nur noch eine untergeordnete Rolle im Agenturalltag. Wir haben uns 2022 und 2023 komplett neu aufgestellt und seither passt dieses Geschäftsfeld nicht mehr in die Eigendefinition unserer Agentur.

Frühe Google-Ads-Expertise: Zertifizierung und Praxislernen

Seit 2006 seid ihr zertifizierter Google Ads Partner – das war extrem früh in der Google Ads Geschichte. Wie habt ihr euch dieses Wissen angeeignet? Wart ihr von Anfang an fokussiert auf Google, oder habt ihr erst später erkannt, dass das zentral ist?

Wir waren von Anfang an fasziniert von den Möglichkeiten, die Suchmaschinen-Werbung bietet, um Unternehmen zielgenau und messbar Kunden zuzuführen. Wir haben uns das Wissen durch ständiges Experimentieren und die tiefe Beschäftigung mit den Systemen selbst angeeignet. Die Fokussierung auf Google war von Beginn da. Google wurde halt rasend schnell zur dominanten Suchmaschine und für unsere KMU-Zielgruppe ein immer mehr im Fokus stehender Online-Marketing-Kanal. Die frühe Partner-Zertifizierung war eine logische Konsequenz unseres tiefen Engagements und der nachgewiesenen Erfolge.

Sven Deutschländer als Speaker auf Bühne.

Umzug nach Berlin: Vom Ein-Mann-Betrieb zur Full-Service-Agentur

Ein großer Schritt war die Verlagerung nach Berlin 2012. Warum Berlin? Und wie war der Übergang vom reinen B2B-Werbeartikel-Business und Web-Erstellung zu „nur noch" Online-Marketing-Agentur und Beratung?

Nein, Stuttgart war nur eine ganz kurze Episode – im ersten Jahr schon, im Herbst 2002, sind wir nach Berlin gegangen. 2012 war aber trotzdem ein wichtiges Jahr, denn wir machten aus einem Einzelunternehmen, das auf meinen Namen lief, eine GmbH mit zwei gleichberechtigten Gesellschaftern. Und … aus einem 2-Mann Home-Office-Unternehmen wurde eine Agentur mit eigenem Büro und ersten Angestellten. Der Weg hin zur reinen Online-Marketing-Agentur war eine strategische Entscheidung – drei Geschäftsbereiche mit maximaler Expertise im Team: SEO, SEA und E-Mail-Marketing. Mit Harrys Einstieg als geschäftsführender Gesellschafter haben wir den Direktmarketing-Bereich (E-Mail, Messenger und CloudFax) stärken können. Die Website-Erstellung überlassen wir seither sehr kompetenten Partner-Agenturen.

Fokus auf KMU: Maßgeschneiderte Beratung für kleine und mittlere Unternehmen

Eure Positionierung ist sehr scharf auf KMU fokussiert – nicht Enterprise, nicht Startups, nicht Einzelselbstständige, sondern gezielt KMU. War das von Anfang an Teil der Strategie, oder hat sich das über die Jahre herauskristallisiert?

Wir beraten seit über 20 Jahren auch echt kleine, aber vor allem eben kleine mittelständische Unternehmen. Wir unterstützen also durchaus Freiberufler und Einzelunternehmen. Diese gute Mischung an Kundinnen und Kunden hat sich über die Jahre als ideale Mix herauskristallisiert. Es gibt keine Abhängigkeit von sehr großen Auftraggebern. Diese Freiheit gibt uns jeden Tag die nötige Energie für KMU-Kunden, die praxisnahes, umsetzbares Wissen und eine persönliche Projekt-Betreuung schätzen. Unsere Expertise ist darauf ausgerichtet, mit begrenzten Budgets das Maximum an Conversions und Umsatz zu erzielen.

Persönliche Präsenz und Thought Leadership: Vertrauen durch Expertise

Du, Sven, bist persönlich sehr präsent – Speaker bei Konferenzen und Online-Marketing-Events. Du gibst jedes Jahr knapp 100 Workshops. Wie wichtig ist die persönliche Präsenz und Thought Leadership für die Agentur? Wie sehr hängt die dskom dadurch an dir als Person?

Die persönliche Präsenz und Thought Leadership sind schon wichtig. Sie schaffen Vertrauen und etablieren die Agentur als glaubwürdiges Experten-Team. Vor allem die Arbeit als Speaker und das Schulungsangebot, das bereits seit 2009 besteht, haben großen Anteil an unserem langanhaltenden Standing am Markt. Die Agentur hängt jedoch nicht allein an meiner Person. Wir sind ein Team von 12 Mitarbeitenden, die alle einen Schwerpunkt und darin eine starke Expertise haben. Kommst du auf uns zu, weil du Messenger-Lösungen suchst, dein E-Mail-Marketing aufs nächste Level heben möchtest oder Meta-Ads für dein Unternehmen brauchst, dann begegnest du mir gar nicht – nur den Expertinnen und Experten, die in unserem Team genau da ihre Kompetenzen haben.

Optimale Teamgröße: Agil, persönlich und qualitätsorientiert

Mit 11-50 Mitarbeitern (je nach Quelle) habt ihr eine sehr bewusste Größe gewählt – nicht zu groß, nicht zu klein. Warum diese Größe? Gibt es Pläne, signifikant zu expandieren – oder ist dies die optimale Unternehmensgröße für euer Geschäftsmodell?

Oho, 50 … nein, so viele Leute waren wir nie. Aktuell haben wir 12 Mitarbeitende. Diese Größe ermöglicht es uns, äußerst agil, persönlich und qualitätsorientiert zu arbeiten, was unseren KMU-Kunden sehr wichtig ist. Wir sind groß genug, um tiefe Expertise in SEO, SEA und Mailing-Marketing anbieten zu können, aber klein genug, um Hierarchien flach und Entscheidungswege kurz zu halten. Krasses Wachstum – hin zu einer Agentur mit 25 oder gar 50 Mitarbeitenden, ist nicht unser Ziel. Wir streben nach gesundem und profitablem Wachstum unter Aufrechterhaltung der hohen Beratungsqualität. Das ist Herausforderung genug in diesen Tagen.


(Anmerkung der Redaktion: Entschuldige bitte das die genaue Mitarbeiterzahl, bei unserer Recherche wohl eindeutig zu hoch ausgefallen ist.)

Qualität statt Quantität: Relevanter Traffic mit hoher Conversion

Euer Ansatz ist „Qualität statt Quantität" bei Traffic. Eure Kunden sprechen von Conversionraten von 2-3% – das ist exzellent. Wie bringt ihr diesen Qualitäts-Anspruch in die tägliche Arbeit ein? Wie misst und garantiert ihr diese Qualität?

Der Qualitätsanspruch beginnt bereits bei der strategischen Beratung. Wir lehnen Projekte ab, die nicht gut in unser Team passen – sowohl thematisch als auch vom Unternehmer-Mindset. In der täglichen Arbeit setzen wir auf eine tiefgreifende Webanalyse und kontinuierliche Optimierung von Inhalten und Kampagnen. Das Ziel: stets maximal relevanter Traffic. Und wenn uns das gelingt, dann sind 2 % oder 3 % Conversion-Rate nur der Anfang 🙂.

Workshops & Schulungen: Wissen vermitteln und Vertrauen aufbauen

Ihr bietet nicht nur Dienstleistungen, sondern auch Schulungen und Workshops (100+/Jahr). Wie passt dieses „Educate the Customer"-Modell mit der Agentur-Tätigkeit zusammen? Konkurriert das nicht miteinander?

Das „Educate the Customer“-Modell ist eine tragende Säule unseres Geschäfts und konkurriert nicht mit der Agentur-Tätigkeit – es stärkt sie vielmehr. Wir lehren in unseren Seminaren seit 2009 praktisch anwendbares Wissen, vermitteln also aus der Praxis für die Praxis. Das schafft sehr viel Vertrauen und erzeugt Glaubwürdigkeit. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Workshops werden irgendwann auch mal Agenturkunde – auch wenn das nicht das vordringliche Ziel des Seminar- und Workshop-Programms ist. Wir erleben aber immer wieder, dass die Weiterbildungsangebote Klarheit bringen, was inhouse und was mit Partnern umgesetzt werden soll. Und wenn das klar ist, dann werden wir schon auch mal Partner für die Umsetzung von Marketingaufgaben.

dskom Messe Speaker auf der Bühne

Blick in die Zukunft: DSKOMs Strategie für die nächsten fünf Jahre

Wo seht ihr DSKOM in fünf Jahren? Bleibt ihr bewusst KMU-fokussiert und deutschsprachig, oder streben ihr auch internationale Expansion und andere Geschäftsmodelle an?

Ich habe wirklich keine klare Antwort auf diese Frage. Seit COVID ist für die meisten Unternehmen sehr viel Planbarkeit verloren gegangen. Fünf Jahre in die Zukunft schauen – das traue ich mir nicht mehr wirklich zu. Ich kann dir aber sagen, dass der Fokus auf KMU wohl sicher nicht verloren gehen wird. Auch werden wir immer mit dem deutschsprachigen Markt verbunden sein. Ich sehe weiterhin enormen Bedarf an qualitativ hochwertigem Online-Marketing in diesen Bereichen. Doch in fünf Jahren wird sich die Welt sehr viele Male geändert haben. Diese Veränderung anzunehmen und aktiv mitzugestalten, das kann ich als Leitlinie für unser Handeln aber gut für die kommenden fünf Jahre vorhersagen.

Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools

SEO als Fundament: Eigene Best Practices bei DSKOM anwenden

Eure Website dskom.de hat eine sehr hohe praktische Fokussierung auf Kunden-Benefits statt Agentur-Marketing. Wie wichtig ist SEO für das dskom-eigene Geschäft? Nutzt ihr selbst die Best Practices, die ihr predigt?

SEO ist extrem wichtig für unser eigenes Geschäft. Wir sind der Überzeugung, dass eine Online-Marketing-Agentur die Best Practices, die sie ihren Kunden predigt, auch selbst in Perfektion anwenden muss. Wir nutzen die organische Sichtbarkeit, um unsere Thought Leadership zu unterstreichen und qualifizierte Leads zu generieren. Unsere Website ist daher als Showcase für das angelegt, was wir tun: klare, kundenorientierte Kommunikation verbunden mit höchsten technischen sowie redaktionellen Standards.

Effizienz und Datenschutz: Die internen Marketing-Tools bei DSKOM

Welche Marketing-Tools nutzt ihr intern für die Agentur selbst – für CRM, Projektmanagement, E-Mail-Marketing, Automation? Nutzt ihr hier ebenfalls Open-Source oder auch kommerzielle Lösungen?

Wir setzen intern auf einen Tool-Mix, der Effizienz und Datenschutz genügen soll. Für das E-Mail-Marketing nutzen wir unsere eigenen, leistungsfähigen Mailing-Systeme, basierend auf Mailingwork. Im Bereich CRM und Projektmanagement sind es Tools wie Pipedrive und sevdesk, Pascom und Slack – da kommt einiges auch von der Kundenseite. Unsere Cloud kommt von luckycloud, unsere täglichen SEO-Tools sind Screaming Frog, XOVI und TermLabs. Bei der Wahl der Tools geht es pragmatisch zu: Was ist am besten geeignet, um unsere Qualität und die Effizienz in den Kundenprojekten zu garantieren!

Thought Leadership: Präsenz auf Konferenzen und ihr Nutzen für DSKOM

Du wirst auf vielen Online-Marketing-Konferenzen als Speaker eingeladen (OMKMS, CAMPIXX, etc.). Wie wichtig ist diese Thought-Leadership für euer Marketing? Was ist der ROI dieser Speaker-Tätigkeiten?

Die Speaker-Tätigkeit ist ein elementarer Bestandteil unseres Marketings – schon seit 2012. Da beweisen wir öffentlich unsere Expertise und die Leidenschaft fürs Thema. Der ROI ist schwer in einer einzelnen Kennzahl messbar, manifestiert sich aber in Glaubwürdigkeit und Markenbekanntheit, auch über die Branche hinaus. Es kommen durchaus auch Leads dabei rum – sowohl fürs Projektgeschäft als auch für das Seminar- und Workshop-Angebot.

Erfolgsmessung im Online-Marketing: KPIs, Conversion & Kundenbindung

Wie messt ihr den Erfolg eurer eigenen Digital-Marketing-Aktivitäten? Welche KPIs sind für eine Agentur selbst am wichtigsten – Website-Traffic, Leads, Conversion, Kundenwachstum, Repeat Booking?

Für uns als Agentur stehen vor allem die Qualität der Leads, die Conversion-Rate und die Kundenbindung im Fokus. Website-Traffic ist eine notwendige Basis, aber kein primärer Erfolgsmaßstab. Wichtig ist uns, dass ankommende Anfragen zu unserem Themen- und Kundenfokus passen. Wir kämpfen jeden Tag für eine gute Conversion-Rate – das ist bei uns das Verhältnis zwischen der Menge der Anfragen und der daraus resultierenden Aufträge. Und dann ist da der “Lifetime Value of a Customer”. Den kriegen wir nur maximiert, wenn Kunden zufrieden sind und die Früchte unseres Handelns nachhaltig Wirkung zeigen.

Persönliche Fragen an die Gründer

23 Jahre Online-Marketing: Paradigmenwechsel und Anpassung

Ihr seid seit 23 Jahren im Online-Marketing aktiv – durch alle technologischen Umbrüche (Web 2.0, Mobile, Social Media, KI/ChatGPT). Was war der größte Paradigmenwechsel, den ihr miterleben musstet? Wie habt ihr euch adaptiert?

Der größte Paradigmenwechsel war sicher die Evolution der Suche vom reinen Stichwort-Index hin zu einer intelligenten, Nutzer-zentrierten Antwortmaschine. Waren wir vor 15 Jahren nur eine Art verlängerte Werkbank für eher technische und repetitive Aufgaben, sind wir heute ganzheitliche Digital-Marketing-Berater. Wer weiterhin nix anderes machen will als Backlinks pro Stück zu verkaufen oder Ausschluss-Keywords in Ads-Kampagnen zu markieren, den wird die Welt als Agentur nicht mehr lange brauchen.

Sven Deutschländer bei Marketing Börses Marketer Talk

SEO im Wandel: Chancen und Anpassung in der KI-Ära

Als SEO-Pionier: Habt ihr jemals befürchtet, dass die Google-Dominanz enden könnte oder dass KI-Suchmaschinen wie Perplexity oder ChatGPT die SEO obsolet machen?

Die Angst vor dem Ende der Google-Dominanz ist so fast so alt wie Google selbst – so alt wie der Spruch “SEO ist tot”. Doch Google und die echt guten SEOs haben sich als extrem anpassungsfähig erwiesen. Was KI angeht: Wir sehen Tools wie ChatGPT und Perplexity nicht als Bedrohung, sondern als neue Herausforderung – als Chance. KI macht repetitive Arbeit obsolet, schafft in guten Teams Platz für mehr Kreativität und Expertise. Plötzlich ist mehr Zeit für strategische Denkarbeit und authentische Thought Leadership – genau das, was wir immer anbieten wollen. SEO und SEA werden nicht unnötig, sondern entwickeln sich weiter – wir sind Pioniere, Adaption liegt in unserer DNA.

Herausforderungen meistern: Strategische Entscheidungen und Wandel

Was war der emotionalste oder schwierigste Moment in 23 Jahren DSKOM-Geschichte? Ein großer Kunde, der wegfiel? Ein technologischer Bruch, der schwer zu adaptieren war?

Der schwierigste Moment war wahrscheinlich die strategische Entscheidung zur Fokussierung und die damit verbundene Notwendigkeit, uns von lieb gewonnenen, aber nicht zukunftsfähigen Geschäftsfeldern zu trennen – die Website-Entwicklung und die Abkehr von der Skalierung des Geschenkeservices. Solche Entscheidungen sind emotional, weil sie nicht nur uns, sondern auch Mitarbeitende und langjährige Kunden betreffen. Sie waren aber notwendig, um die dskom zu dem spezialisierten, zukunftssicheren Partner für KMU zu machen, der wir heute sind.

Nachhaltigkeit sichern: Expertise und Team unabhängig von Einzelpersonen aufbauen

Die Agentur ist sehr persönlich an Sven Deutschländer gebunden – über Workshops, Thought Leadership, persönliche Kundenbeziehungen. Wie sichert ihr die Nachhaltigkeit des Unternehmens ab, wenn Sven irgendwann weniger präsent ist?

Die Absicherung der Nachhaltigkeit geschieht über zwei Wege: Erstens durch die Aufteilung der Geschäftsführung zwischen mir und Harry, der den Mailing-Bereich verantwortet. Zweitens durch den Aufbau eines starken, spezialisierten Teams. Unser Ziel ist es, die Expertise und die Prozesse so zu dokumentieren und übers Team verteilt zu trainieren, dass das Unternehmen langfristig nicht von einer einzelnen Person abhängt. Die Thought Leadership wird zudem schrittweise auf weitere Team-Mitglieder übertragen.

Tipps für Gründer: Fokussierung, Qualität und Kundennähe im Digital-Marketing

Was würdest du jungen Gründern im Digital-Marketing empfehlen? Welche Lektionen aus 23 Jahren dskom möchtest du weitergeben?

Das ist eine gute Frage zum Abschluss, finde ich. Zusammen mit meinem Partner Harry habe ich diese drei guten Ratschläge für jene, die einen guten Rat hören möchten:

  1. Fokussierung ist alles: Findet eure Nische und bietet darin exzellente, spezialisierte Leistungen an. Macht die Nische aber nicht zu klein und eng – das kann in Krisenzeiten sehr schmerzhaft werden.
  2. Qualität zahlt sich aus: Investiert in tiefes Fachwissen, nicht in schnelle, oberflächliche Hacks. Der Markt belohnt Nachhaltigkeit und messbare Ergebnisse. Wir haben schon sehr viele Hacks-Spezies nach uns kommen und schon längst wieder gehen sehen.
  3. Haltet die Ohren am Kunden: Die Technologie ändert sich ständig, aber die grundlegenden Geschäftsprobleme der Kunden bleiben. Bleibt nah an eurer Zielgruppe, um relevante Lösungen für die Probleme eurer Kunden zu entwickeln.

DSKOM: Digitales Marketing mit Erfahrung und Praxisbezug

Sven Deutschländer hat uns einen spannenden Einblick in die Reise von DSKOM gewährt – von den Anfängen als Webagentur bis hin zum spezialisierten Partner für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Geschichte zeigt, wie kontinuierliche Anpassung, Praxiswissen und ein klarer Fokus auf Kundennutzen eine Agentur langfristig erfolgreich machen können.

Wir bedanken uns herzlich bei Sven für seine Offenheit und die inspirierenden Einblicke. Sein Engagement und die strategische Fokussierung auf KMU demonstrieren, wie digitale Expertise und unternehmerische Vision zusammenwirken.

Geschäftsführer von dskom Harry Schäfer & Sven Deutschländer.
Geschäftsführer von dskom Harry Schäfer & Sven Deutschländer.

KONTAKT:

www.dskom.de

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