Emma-Isadora Hagen: Von der Konzernkarriere zur Personal-Brand-Unternehmerin
Im Rahmen unserer Gründerstories hat sich Emma-Isadora Hagen die Zeit genommen, um uns Einblicke in ihre außergewöhnliche Gründungsreise zu geben. Sie spricht über den Weg vom Konzern ins eigene Business, die Herausforderungen der Selbstständigkeit und wie sie ihre Personal Brand gezielt als Plattform für Frauen in der Arbeitswelt aufbaut.
Lese, wie Emma-Isadora Leadership, Authentizität und digitale Sichtbarkeit vereint, um ihre Vision zu verwirklichen.

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview
Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?
Ich bin Emma-Isadora Hagen – Unternehmerin, LinkedIn Top Voice, und eine der bekanntesten Business Creatorinnen im deutschsprachigen Raum. Nach über zehn Jahren im Konzern, zuletzt im Top-Management bei Peek & Cloppenburg Düsseldorf, habe ich 2024 mein eigenes Unternehmen gegründet – mitten in einer der herausforderndsten Lebensphasen überhaupt: während der letzten Lebensmonate meiner Mutter.
Mein Unternehmen ist kein klassisches Start-up es ist ein wachsendes Ökosystem rund um meine Personal Brand.
Ein Ort für Inspiration, Bildung und echte Weiterentwicklung. Im Zentrum steht meine Vision: Frauen in der Arbeitswelt mental stark zu machen – damit sie nicht nur sichtbar und strategisch erfolgreich werden, sondern auch belastbar, selbstbewusst und klar in ihren Entscheidungen.
Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung
In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.
Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.
Der ungewöhnliche Start in die Selbstständigkeit
Dein Einstieg in die Selbstständigkeit war ungewöhnlich – du warst parallel als Führungskraft bei Peek & Cloppenburg tätig, während du 2022 auf LinkedIn mit Content-Erstellung gestartet hast. Was war der Auslöser für diese parallele Aktivität? War es von Anfang an geplant, irgendwann auszusteigen?
Tatsächlich war mein Einstieg auf LinkedIn anfangs gar nicht strategisch gedacht – es war eher ein Ausdruck von Überzeugung. Ich habe in meiner Führungsrolle oft erlebt, wie sehr es an offenen Gesprächen über echte Herausforderungen im Berufsalltag fehlt – vor allem für Frauen in Verantwortung.
Als ich 2022 begonnen habe, Inhalte auf LinkedIn zu teilen, war das mein Versuch, genau diese Lücke zu füllen: mit ehrlichen Einblicken, praktischen Impulsen und Gedanken, die ich mir selbst in meiner Karriere oft früher gewünscht hätte. Dass daraus einmal eine so starke Community und letztlich auch ein eigenes Unternehmen entstehen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit und auch der Wunsch, meine Stimme freier und lauter einsetzen zu können, wurde mit der Zeit aber immer größer. Ich habe gespürt: Mein Impact ist nicht mehr an eine Hierarchie oder einen Konzern gebunden. Ich kann mehr bewegen, wenn ich mein eigenes Fundament baue.
Der eigentliche Wendepunkt kam aber erst später – durch die Diagnose meiner Mutter. In dieser Zeit habe ich begriffen, wie kostbar Zeit wirklich ist. Und dass ich mein Leben nicht auf „irgendwann“ ausrichten möchte, sondern auf „jetzt“.
Frühe Führungserfahrung prägt heutiges Leadership
Du hast als extrem frühe Führungskraft mit nur 22 Jahren begonnen. Wie hat diese intensive Corporate-Erfahrung deine heutige Perspektive auf Leadership und deine Inhalte geprägt? Was hast du aus diesen Jahren gelernt, das du heute weitergibst?
Diese Erfahrung hat mein ganzes Arbeiten geprägt. Wenn man mit 22 Jahren in einem Konzern Führungskraft wird, lernt man früh, was wirklich zählt: Kommunikation, Auftreten, Leistung. Man wird im Konzern ganz schön gedrillt – wer nicht abliefert, fällt durchs Raster. Gerade in einer großen Organisation gibt es keine Schonfrist.
Diese Schule war hart, aber sie ist heute mein Wettbewerbsvorteil. Ich weiß, wie man strategisch denkt, wie man Herausforderungen bewältigt und wie man sich durchsetzt, wenn es darauf ankommt. Ich habe gelernt, Dinge klar voranzutreiben – auch wenn es unbequem wird.
All das fließt heute in meine Arbeit ein. In meinen Content, meine Vorträge, meine Programme. Ich spreche nicht über Leadership, weil es gerade Trend ist – ich habe es selbst zehn Jahre lang gelebt. Und genau das macht meine Perspektive heute so praxisnah und greifbar.
Vom Konzern in die Selbstständigkeit: Mut zur Veränderung
Der Übergang von Konzern zur Vollzeit-Selbstständigkeit erfolgte 2023 – du selbst sprichst von privaten Gründen und dem Punkt, an dem du gemerkt hast: „Es funktioniert nicht, alles zu schaffen." Wie schwierig war dieser Entscheidungsprozess? Hattest du Angst vor dem finanziellen Risiko?
Ich habe 2023 im Konzern gekündigt – nicht, weil ich unzufrieden war, sondern weil sich meine Prioritäten durch die Krankheit meiner Mutter grundlegend verändert haben. Es war der Moment, in dem ich gemerkt habe: Es funktioniert nicht, alles zu schaffen. Nicht, wenn das Wichtigste im Leben gerade ganz woanders gebraucht wird.
Die Entscheidung zur Kündigung war alles andere als leicht, aber sie war notwendig. Ich brauchte mehr Flexibilität, mehr Zeit, mehr Präsenz. Für meine Familie. Und für mich.
Die Selbstständigkeit kam dann 2024 als logische Konsequenz. Ich war schon länger sichtbar, die Anfragen wurden mehr, meine Inhalte fanden Resonanz. Und ich spürte: Das, was ich bisher „nebenbei“ aufgebaut hatte, trägt. Es darf jetzt mehr Raum bekommen.
Natürlich hatte ich Angst. Angst vor diesem riesigen bürokratischen Komplex, der auf einmal auf mich zukam. Angst vor der Unsicherheit, die Selbstständigkeit mit sich bringt. Und auch Respekt vor einem komplett neuen Feld, das mit meiner bisherigen Konzernkarriere erst mal wenig zu tun hatte.
Ich hatte das große Glück, mit einem guten Gründungszuschuss in die Selbstständigkeit starten zu können, das hat mir Sicherheit gegeben und den Rücken freigehalten für die ersten wichtigen Schritte. Und trotzdem: Leicht war es nicht. Aber richtig.
Personal Brand als Geschäftsmodell: Chancen und Risiken meistern
Du hast dein Geschäftsmodell auf deinen Personal Brand gebaut. Das ist extrem riskant, denn alles hängt an einer Person. Wie schützt du dich gegen diese Abhängigkeit? Wie skalierbar ist ein Geschäft, das vollständig auf Emma-Isadora Hagen basiert?
Klar, es ist mega riskant, ein Geschäftsmodell so stark an eine einzelne Person zu knüpfen. Deshalb ist es für mich von Anfang an wichtig gewesen, ein Ökosystem um meine Personal Brand aufzubauen, mit verschiedenen Standbeinen und Revenue Streams, die nicht dauerhaft an meine persönliche Präsenz gebunden sind.
Das Geschäft ist skalierbar aber nur, wenn man frühzeitig Systeme etabliert, Automatismen nutzt und Aufgaben gezielt auslagert. Ein Beispiel: Ich habe mein Management bereits komplett abgegeben, weil die Kommunikation rund um Partnerschaften unglaublich viel Zeit gefressen hat.
Außerdem habe ich digitale Produkte entwickelt, wie meine Masterclass, die jederzeit gekauft und genutzt werden kann, unabhängig davon, ob ich gerade aktiv bin oder nicht.
Langfristig denke ich mein Business nicht als „Ein-Frau-Unternehmen“, sondern als Marke, als Plattform, als Raum, in dem viele Formate, Angebote und Menschen ihren Platz finden können. Meine Präsenz ist der Einstieg, aber nicht die Grenze.

Vom Start zur starken Community: Erfolgsfaktor Authentizität
Deine LinkedIn-Community ist mit rund 17.000 Followern sehr aktiv, und deine Beiträge erreichen jährlich über acht Millionen Menschen. Wie hast du es geschafft, in solch kurzer Zeit (seit Oktober 2022) zu dieser Reichweite zu kommen? Was ist dein Erfolgsrezept?
Ja, ich bin in kürzester Zeit schnell und organisch auf 53.000 Follower gewachsen. Mein Erfolgsrezept? Authentische und echte Beispiele aus meiner Praxis. Ich teile Einblicke in mein Leben – immer mit Business-Kontext – und gebe gerne meine besten Tipps an meine Community weiter. Genau diese Kombination schafft Nähe und Relevanz.
Zwischen Privatheit und Öffentlichkeit: Authentisch bleiben mit klaren Grenzen
Du sprichst öffentlich über persönliche und schwierige Themen – von Burnout-Risiken bis zu Work-Life-Balance-Konflikten. Wie findest du das richtige Maß zwischen Authentizität und Grenzziehung? Wo ist für dich die Grenze zwischen privatem und öffentlichem Raum?
Für mich ist immer der Kontext entscheidend. Wenn ich etwas Persönliches teile, dann, weil es im beruflichen Kontext eine Rolle spielt – nicht, weil ich einfach Privates öffentlich machen möchte.
Ein gutes Beispiel ist das Thema Kinder. Das ist ohne Frage ein sehr privates Thema. Aber sobald es um Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, gehört es für mich auf LinkedIn. Dann wird aus dem Privaten ein gesellschaftlich relevantes Business-Thema.
Ich teile nur das, was auch eine Relevanz für meine Community hat – und was anderen helfen oder Mut machen kann. Die Grenze ist für mich da, wo etwas nur privat ist, ohne Bezug zum beruflichen Kontext. Und die ziehe ich für mich sehr klar.
Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools
Multi-Plattform-Strategie: Reichweite gezielt aufbauen und Leads generieren
Du bist auf mehreren Plattformen aktiv (LinkedIn, Instagram, TikTok, YouTube) – jede mit unterschiedlichen Formaten und Zielgruppen. Wie sieht deine Content-Marketing-Strategie aus? Welche Plattform treibt dir derzeit die meisten wertvollen Leads oder Anfragen?
LinkedIn ist für mich ganz klar der wichtigste Kanal, weil er auf all meine Revenue Streams gesamtheitlich einzahlt. Über LinkedIn kommen die meisten Kooperationen rein, Speaking-Anfragen, Käufe meiner Masterclass, Newsletter-Abonnements und auch Beratungsanfragen.
Eine gesamtheitliche Content-Strategie ist aufwendig, aber essenziell. Mir ist wichtig, zu zentralen Themen mehrere Touchpoints zu schaffen, zum Beispiel durch einen LinkedIn-Post, einen Newsletter und ergänzende Instagram-Stories.
So entsteht Wiedererkennung, Tiefe und Vertrauen. Genau das braucht es, um sich als Personal Brand nachhaltig zu positionieren und die eigenen Produkte langfristig erfolgreich zu vermarkten.
Effizientes Marketing-Management: Tools, Technik und KI im Einsatz
Welche Marketing-Tools und Technologien nutzt du, um deinen Multi-Plattform-Content-Ansatz zu managen? (z.B. Content-Kalender, Analytics-Tools, Email-Marketing, KI für Content-Erstellung?) Hast du bei der Vereinfachung deines Marketing-Stacks mit AI experimentiert?
Ja, ich arbeite mit meinem Team über verschiedene Tools zusammen, ganz klassisch mit einem Notion-Board, Google Workspace, geteilten To-Do-Listen und Slack. Das sorgt für Transparenz, Struktur und klare Abläufe, gerade bei einem Multi-Plattform-Ansatz.
Auch KI ist ein fester Bestandteil unseres Workflows, sowohl im Content-Bereich als auch bei strategischen Fragen. Wir arbeiten mit gut geschulten KI-Agenten, die uns bei Analysen, Ideenfindung oder Optimierungen unterstützen. So stellen wir sicher, dass alle im Team dieselbe Sprache sprechen – inhaltlich wie technisch.
LinkedIn Top Voice: Mehrwert schaffen und Vertrauen gewinnen
Du hast auf LinkedIn den Status LinkedIn Top Voice erhalten. Was waren konkrete Maßnahmen, um diesen Status zu erreichen? Wie wichtig ist diese Zertifizierung für dein Business?
Was man genau tun muss, um LinkedIn Top Voice zu werden, weiß ehrlich gesagt niemand so richtig. Es gibt keine offizielle Anleitung, aber was sicher hilft, ist: regelmäßig posten, relevante Inhalte liefern und echten Mehrwert für die Community schaffen.
Für mein Business hat das Badge einen großen Einfluss. Es ist ein starkes Trust-Signal, für die Community, aber auch für potenzielle Partner und Unternehmen.
Den Erfolg von Social Media messbar machen
Wie misst du den ROI deiner Social-Media-Aktivitäten? Kannst du direkt nachvollziehen, welche Plattform zu Beratungskunden, Speaking Engagements oder anderen Revenue Streams führt?
Klar, das lässt sich mit den heutigen Tools und Möglichkeiten sehr gut auswerten. In meinem Team tracken wir das auch ganz konkret. Wir wissen genau, welche Plattform welche Ergebnisse bringt.
So können wir zum Beispiel nachvollziehen, woher Beratungskunden kommen, welche Kanäle Speaking- und Kooperations-Anfragen generieren oder welche Plattform am besten auf unsere digitalen Produkte einzahlt.
Das hilft uns, unsere Ressourcen gezielt einzusetzen und unsere Zeit dort zu investieren, wo der Impact am größten ist.

Persönliche Fragen an die Gründerin
Umgang mit Druck und Work-Life-Balance
Du sprichst sehr offen darüber, dass du irgendwann merktest: „Ich darf nicht krank werden" – das ist ein großer Druck. Was war der Tiefpunkt, und wie bist du damit umgegangen? Wie ist dein Verhältnis zu Work-Life-Balance heute?
Ich sag ganz offen: Ich habe kein gutes Verhältnis zu Work-Life-Balance. Hatte ich schon früher nicht und auch heute, in der Selbstständigkeit, fällt es mir schwer. Aktuell möchte ich den Fokus auch gar nicht darauf legen, weil ich gerade am Anfang stehe. Ich will die Welle reiten, nicht anhalten.
Trotzdem kenne ich meine Grenzen. Ich habe in meinen Jahren im Konzern gelernt, mentale und körperliche Signale früh zu erkennen. Ich weiß ziemlich genau, wann es zu viel wird und was mir dann hilft, um abzuschalten.
Der Satz „Ich darf nicht krank werden“ ist für mich in der Selbstständigkeit nochmal ganz anders aufgeladen. Es gibt Phasen, in denen wäre eine Woche krank sein direkt spürbar, im Umsatz, in den Projekten, im Wachstum. Das ist ein Druck, ja. Und ich nehme ihn ernst – ohne mich davon komplett bestimmen zu lassen.
Frühe Führungserfahrung und Umgang mit Vorurteilen
Mit 22 Jahren als Führungskraft – das ist extrem früh. Wie haben deine Kolleginnen und Kollegen reagiert? Hattest du mit Sexismus oder Unterschätzung zu kämpfen? Wie hat dich das geprägt?
Ach ja, das habe ich alles schon erlebt. Ich sage immer: Ich werde lieber unterschätzt und räume dann das Feld von hinten auf.
Gerade als junge, blonde Frau bekommt man in der Arbeitswelt schnell ein Etikett verpasst. Es gibt viele Menschen mit versteckten Schubladen im Kopf und ich hatte damit immer wieder zu kämpfen.
Ich habe früh gelernt, nicht nur damit umzugehen, sondern es auch anzusprechen. Denn genau da beginnt Veränderung. Diese Erfahrungen haben mich geprägt, sie haben mir gezeigt, wie wichtig Klarheit, Haltung und Konsequenz sind. Und dass man sich Respekt manchmal eben nicht voraussetzen kann, sondern erarbeiten muss.
Frauen stärken und Empowerment fördern
Eines deiner Herzensthemen ist, Frauen beruflich zu unterstützen. Warum ist dir das so persönlich wichtig? Gibt es ein Erlebnis oder eine Person, die dich inspiriert hat?
Ich glaube, das habe ich bisher noch nie öffentlich geteilt.
Meine Mutter hat mich vermutlich von Anfang an auf diesen Weg geführt. Sie war schon immer sehr Female Empowerment, sogar meine Oma war da schon ein echtes Vorbild.
Es war ihr immer wichtig, wie ich auf andere Frauen blicke: Kein Neid, keine Missgunst, kein Wettbewerb. Das hat sie mir früh beigebracht und mein Selbstbewusstsein immer gefeiert und gestärkt.
Im Laufe meines Berufslebens habe ich dann gemerkt: Nicht jede Frau hatte so eine Mutter wie ich. Und nicht jede konnte so früh lernen, sich selbst zu vertrauen.
Mein Selbstbewusstsein ist vielleicht sogar mein größtes Erfolgsrezept – und genau deshalb will ich andere Frauen unterstützen, das in sich selbst zu finden. Denn wenn wir selbstbewusst sind, verändern wir nicht nur unsere Karriere – sondern auch unser Umfeld.
Umgang mit Kritik und Feedback
Du bist sehr präsent online und teilst viel von dir selbst. Wie gehst du mit Kritik um? Hast du auch negative Kommentare erhalten, und wie verarbeitest du diese?
Ich muss ehrlich sagen: Ich bekomme bisher kaum Kritik, weder online noch offline. Das mag sich mit zunehmender Sichtbarkeit sicher ändern, aber aktuell ist das so. Deshalb kann ich die Frage auch nur bedingt beantworten.
Was mir aber hilft: Meine Erfahrung als Führungskraft. In dieser Rolle muss man regelmäßig unpopuläre Entscheidungen treffen und es gab natürlich auch immer mal Mitarbeitende, die mich nicht mochten. Ich habe früh gelernt, damit zu leben und meinen Fokus zu halten.
Wie sich das langfristig auf Social Media auswirkt? Mal sehen. Ich bin gespannt.
Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit
Bist du eher jemand, der einen detaillierten Plan vor Augen hat, oder improvisierst du gerne?
Beides. Es ist aus unternehmerischer Sicht extrem wichtig, beides zu können.
War die Selbstständigkeit dein Traum seit langem, oder hat es sich eher überraschend entwickelt?
Ich wollte nie selbständig werden. Freunde sagen scherzhaft: Die Selbständigkeit hat dich gefunden.
Brauchst du Struktur und Stabilität, um produktiv zu arbeiten – oder funktionierst du am besten im Chaos?
Auch beides. Ich genieße die Struktur und blühe im Chaos auf.
Kommst du leicht über Kritik hinweg, oder nimmst du dir kritische Kommentare lange zu Herzen?
Nein, nehme ich mir wirklich nicht zu Herzen. Es sei denn, es kommt aus meinem inner Circle oder Familie. Dann ist es mir auch wichtig, genau hinzuhören.
Würdest du den gleichen Weg – parallel arbeiten, Content aufbauen, dann aussteigen – nochmal so gehen?
Klar.

Schnellfragen zum Online Marketing und SEO
Hast du dir die SEO- und Content-Marketing-Strategie selbst beigebracht, oder hast du von Anfang an professionelle Unterstützung geholt?
Das habe ich mir selbst beigebracht. Es gibt heute so viele tolle Formate, die man dafür nutzen kann, von YouTube-Videos über LinkedIn-Beiträge bis hin zu Newslettern.
Man findet da wirklich viele Inhalte, die sich direkt auf die eigene Strategie übertragen lassen. Wichtig ist, dass man ins Tun kommt, ausprobiert und laufend dazulernt. So habe ich es gemacht und mache es auch heute noch.
Ist LinkedIn für dich die Plattform mit der höchsten Priorität – deutlich vor Instagram oder TikTok?
Ja, aktuell ist LinkedIn für mich die Plattform mit der höchsten Priorität. Danach Instagram, Youtube und TikTok.
Investierst du aktiv in Paid Advertising (LinkedIn Ads, Instagram Ads, etc.), um deine Reichweite zu vergrößern?
Nein. Paid Ads nutze ich nur, wenn ich gezielt ein Produkt bewerben möchte. Für reines Wachstum ist der CPL (Cost per Lead) zu hoch. Da setze ich lieber auf organische Reichweite, guten Content und Community-Building.
Hast du ein Team, das dich bei der Content-Erstellung und im Marketing unterstützt, oder machst du das primär selbst?
Ich arbeite im Team, nur so ist es möglich, in so kurzer Zeit verschiedene Themen strategisch aufzubauen.
Planst du, deinen E-Mail-Newsletter (über deine Website) in den nächsten 12 Monaten massiv auszubauen – oder liegt der Fokus weiterhin auf Social-Media-Plattformen?
Mein Newsletter wird dauerhaft weiter ausgebaut – aber nicht massiv, sondern strategisch und langfristig. Newsletter-Subscribers zu gewinnen ist ein hartes Game. Social Media bleibt parallel ein wichtiger Hebel zur Sichtbarkeit.
Emma-Isadora Hagen: Personal Branding mit Vision und Herz
Emma-Isadora hat uns spannende Einblicke in die Entwicklung ihres Unternehmens gegeben – von der Konzernkarriere über den Aufbau ihrer Personal Brand bis hin zu ihrer Mission, Frauen in der Arbeitswelt zu stärken. Ihre Geschichte zeigt, wie Mut, Klarheit und strategisches Handeln in der modernen Gründerwelt wirken können.
Wir bedanken uns herzlich bei Emma-Isadora für ihre Offenheit und die inspirierenden Antworten auf unsere Fragen. Ihre Reise ist ein Beispiel dafür, wie persönliche Visionen und authentisches Handeln erfolgreich umgesetzt werden können.

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