Cross Link Nach oben

get:traction: Wie eine spezialisierte SEO-Agentur Unternehmen zum Wachsen bringt

get:traction ist keine gewöhnliche SEO-Agentur: Das Team begleitet Unternehmen von der Strategie bis zur Umsetzung, entwickelt datengetriebene Lösungen und schult Kunden im Umgang mit SEO-Tools. Im Interview gibt der Gründer spannende Einblicke in die Philosophie, die Herausforderungen der Branche und wie sich die Agentur kontinuierlich weiterentwickelt.

get:traction: Wie eine spezialisierte SEO-Agentur Unternehmen zum Wachsen bringt
Veröffentlicht am:

Im Rahmen unserer Gründerstories hat sich Jens Fauldrath Co-Gründer von get:traction die Zeit genommen, uns hinter die Kulissen ihrer spezialisierten SEO-Agentur blicken zu lassen. Er berichtet, wie aus Erfahrungen bei großen Plattformen die Idee zur eigenen Beratung entstand, welche Methoden get:traction einzigartig machen und warum das Team eng mit seinen Kunden zusammenarbeitet, um langfristigen Erfolg zu sichern.

get:traction Logo

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview

Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?

Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung

In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.

Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.

Die Entstehung von get:traction

Wie ist die Idee zu get:traction entstanden und wann wurde die Agentur gegründet? Was war euer Antrieb, eine spezialisierte SEO-Agentur zu gründen?

get:traction ist bereits das zweite Beratungsunternehmen, welches ich mitgründen durfte. Deshalb beginne ich mit der grundlegenden Idee. Ich war zuvor verantwortlich für SEO der Deutschen Telekom AG P&I. Darunter fielen die damalige t-online.de aber auch Plattformen wie Musicloud, Gamestop etc. und Websites wie fussball.de und das neu aufgebaute wetter.info. Wir haben uns damals quasi selbst gegründet, da wir ursprünglich für die Suche der t-online.de verantwortlich waren.

Wir haben festgestellt, dass SEO durch externe Partner schwer zu betreiben ist, da intern die Dinge umgesetzt werden müssen. Außer SEO Wissen benötigt man eine Menge Erfahrung im Projektmanagement, damit die Umsetzung erfolgt. Das bedeutet auch, dass bisherige Verfahren zur Qualitätssicherung, dem Anforderungsmanagement etc. angepasst werden müssen, damit einmal realisierte Anpassungen erhalten bleiben etc. Hier haben wir eine Lücke gesehen. Wir haben eine Menge sehr guter Kollegen in der Branche kennen- und schätzen gelernt. Die Mühen in einem Konzernumfeld, die Umsetzung notwendiger Maßnahmen sowie die Absicherung selbiger voranzutreiben, stellte aber viele vor große Herausforderungen. Was für uns als SEOs klar ist, benötigt oft Überzeugungsarbeit und danach eben die konsequente Steuerung durch die vorhandenen Strukturen.

Da wir die Herausforderung komplexer Unternehmensstrukturen, Budgetierungen, Entscheidungsstrukturen und Berichtswesen gut kennen, haben wir hier die Möglichkeit gesehen, uns am Markt etablieren zu können.

Warum der Fokus auf SEO liegt

Warum habt ihr euch bewusst auf SEO spezialisiert und nicht auf breiteres Online Marketing? Welche Vorteile seht ihr in dieser Fokussierung?

Wir bieten durchaus mehr an. In unserer Außenkommunikation steht aber SEO im Vordergrund. Hier haben wir die größten Erfahrungen und am meisten zu erzählen. Auch ist SEO nicht von außen zu leisten. Wir arbeiten immer eng mit unseren Kunden zusammen und sind meist Teil des Teams. Wie oben beschrieben liegt ein großer Fokus auf Projektmanagement und Begleitung der Umsetzung in komplexeren Strukturen. Dieses ist beispielsweise bei SEA weniger notwendig. Auch wenn jeder gute SEA Manager immer Ideen für bessere Landingpages oder das Wording hat, SEA kann notfalls fast komplett autark funktionieren. Die Ergebnisse sind dann nicht ideal, aber meist ausreichend zufriedenstellend für den Auftraggeber, der persönlich auch nicht immer motiviert ist, intern in große Abstimmungsrunden zu gehen.

Wir sind aber oft in diversen Daten-Themen involviert. Da wir diverse Anwendungen entwickelt haben, um die Leistungsdaten der Google Search Console besser nutzbar und archivierbar zu machen, werden wir auch zu weiteren Themen in diesem Bereich hinzugezogen. Diese gehen von der Erhebung bis zur Visualisierung von Daten aus diversen Kundensystemen und sind sehr individuell.

Transparenz und Qualität als Maßstab

Die BVDW-Zertifizierung ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal – wie wichtig ist euch Transparenz und Qualität im Vergleich zu anderen Agenturen?

Als Philipp von Stülpnagel – ich glaube es war so um 2009 – die erste Version der BVDW-Zertifikate entwickelte, war ich noch bei der Deutschen Telekom AG beschäftigt. Er fragte mich – und viele andere erfahrene Kollegen – an, ob wir als Expertenbeirat eingereichte SEO Cases für eine geplante Zertifizierung prüfen wollen. Ihm war wichtig, dass reale Kundenprojekte die Basis einer Zertifizierung sein sollten.

SEO ist ein ungeschützter Begriff und für ungeübte Interessenten ist es schwer zu erkennen, ob Anbieter ihren Job können. Geht mir ähnlich, wenn es beispielsweise um Autowerkstätten geht. Ich fahre Autos, ich verstehe die Physik dahinter, bin aber kein Mechaniker. Eine Werkstatt kann mir alles erzählen, ich muss vertrauen.

Ein Nachfrager kann durchaus Angebote erhalten, die von monatlich 500 € bis 5.000 € gehen. Und beide klingen erst mal valide. Natürlich kann man bei kurzem Nachdenken darauf kommen, dass bei 500 € im Monat kaum mehr als 0,5 Personentage geleistet werden können. Gleichzeitig kann man auch für einen Kunden komplett unpassende Leistungen verkaufen, die dann korrekt umgesetzt und geleistet werden, im konkreten Fall aber keine Verbesserung hinsichtlich der Business-Ziele des Kunden bringen. Wir alle kennen SEO-Content-Magazine, die nur sehr bedingt in Verbindung mit den Produkten oder Dienstleistungen des Kunden stehen. Diese erzielen dann die versprochene Sichtbarkeit, aber kaum Leads, Sales etc.

Für wenig erfahrene Nachfrage ist es also schwer, den passenden Dienstleister zu finden. Und jeder verbrannte Kunde ist einer, der oft für längere Zeit dem kompletten Markt entzogen wird.

Deshalb war ich schnell begeistert von der Idee einer praxisnahen Zertifizierung, die den Erfolg der Umsetzung aus Perspektive des Kunden in das Zentrum der Bewertung stellt.

Der Verband als neutraler Träger hat sich hierbei als sehr vertrauenswürdig erwiesen. Wie Alles in einem Rechtsstaat kann auch die nicht-Zertifizierung vor Gericht überprüft werden. Dieses ist mit entsprechenden Kosten und Aufwand verbunden. Die wenigen Fälle, in denen Agenturen Einspruch gegen eine abgelehnte Zertifizierung rechtlich geltend gemacht haben, hat der Verband ausgehalten und immer hinter den Expertenurteilen gestanden.

Zusätzlich mit der Zertifizierung unterwerfen sich die jeweiligen Agenturen auch dem Code of Conduct SEO des BVDW. Dieser erlaubt es Kunden von diesen Agenturen, Beschwerde gegen diese beim BVDW einzulegen, wenn sie sich nicht an den CoC SEO halten. Der BVDW kann dann die Zertifizierung widerrufen und umfassend Stellung zur Beschwerde nehmen.

In Summe bieten die Zertifizierungen den nachfragenden Unternehmen die Möglichkeit, sich bei der Auswahl von Dienstleistern auf Agenturen zu beschränken, die nachweislich erfolgreich gearbeitet haben. Dieses garantiert keinen eigenen Erfolg, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit.

Es gehört aber auch zur Wahrheit, dass ich einige geschätzte Kollegen und deren Agenturen bei der Zertifizierung vermisse.

Vertrauen durch Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Euer Team arbeitet mit großen Kunden wie UNICEF, Alnatura und der Verlagsgruppe FAZ zusammen – wie habt ihr diese Vertrauensbeziehungen aufgebaut?

Aufgrund unserer langen persönlichen Präsenz am Markt – auch vor der Gründung – bekommen wir einen Vertrauensvorschuss. Wie jeder, der erstmals angefragt wird. In den oben angegebenen Fällen konnten wir durch unsere Vorstellung offensichtlich überzeugen. Aber auch da unterscheiden wir uns kaum von Wettbewerbern. Wir haben auch – wie wir alle – Aufträge nicht bekommen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit arbeiten wir eng mit unseren Kunden, wir integrieren uns in deren Prozesse, passen uns an und werden Teil der Teams. Zumindest, wenn es ideal läuft.

Was get:traction besonders macht

Welcher Ansatz unterscheidet get:traction von anderen SEO-Agenturen? Was ist euer USP (Unique Selling Proposition)?

Da wir keine festen monatlichen Beträge berechnen, sondern nur die real anfallenden Aufwände und unsere Kunden keine Abnahmeverpflichtungen haben, sind wir quasi gezwungen immer neue Ideen zu entwickeln und uns zusammen weiterzuentwickeln.

Wir gewinnen zusammen oder ein Mandat läuft leer. Durch unsere hohe Kompetenz im Projektmanagement bekommen wir Maßnahmen zur Umsetzung und entwickeln unsere Kunden in die gewünschte Richtung.

Warum Strategie und Umsetzung zusammengehören

Ihr betont die Kombination aus Strategie und Umsetzung – warum ist dieser Mix so wichtig? Wo scheitern andere Agenturen eurer Meinung nach?

Strategie beginnt immer mit Zuhören und Verständnis entwickeln. Wir müssen das Geschäft unseres Kunden verstehen. Welche Zielgruppe soll erreicht werden, welche Produkte haben welche Marge? Welche Ziele hat das Unternehmen, welche der Bereich für den wir tätig sind? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung, welche organisatorische Hindernisse bestehen. Was ist einfach umzusetzen, was schwer oder teuer? Wie sieht die Konkurrenz aus, wie der Markt?

SEO hat seine Standards, aber manche sind für den einen Kunden schwer umzusetzen, andere einfach. Eine Strategie beschreibt das mögliche Wachstum, welche Maßnahmen dazu notwendig sind und wie diese entsprechend der konkreten Situation und Möglichkeiten des Kunden zu priorisieren sind.

Im Rahmen der Umsetzung stellt man teilweise fest, dass als einfach umzusetzende Themen dann doch schwerer sind, sich für Andere aber ein Möglichkeitsfenster öffnet. Hier flexibel zu bleiben, ohne den Überblick zu verlieren und am Ende dennoch die anvisierten Ziele zu erreichen, ist die Kunst, die es zu meistern gilt. Kein Plan überlebt die erste Feindberührung, aber ohne Plan kann man sich nicht anpassen, da das Fundament fehlt.

get:traction aktiv im Rahmen einer Veranstaltung

Wissenstransfer als Teil der Beratung

get:traction begleitet Website-Relaunches, entwickelt Content-Strategien und bietet Schulungen an – wie wichtig ist der Wissenstransfer für eure Philosophie?

Wissenstransfer ist zentral. Wir sind Partner und keine Magier. Die fachliche Entwicklung unserer Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ist uns wichtig. Ebenso wie die Überführung von Methoden und Vorgehensweisen zu unseren Kunden. Wir sehen uns als Beratung und nicht als Agentur. Wir sind nicht die verlängerte Werkbank, zumindest nicht auf Dauer.

Wir wollen, dass unsere Kunden sich entwickeln und ihre eigene Kompetenz ausbauen. Regelmäßige Tätigkeiten versuchen wir in den Arbeitsablauf unserer Kunden zu integrieren, oftmals im ersten Schritt die Ressourcen intern dafür zu schaffen. Wir haben durchaus auch beim Recruiting unterstützt.

Je weiter ein Kunde entwickelt ist, desto besser können wir zusammen komplexere Themen angehen. Wir lernen am Ende zusammen und das macht dann doch am meisten Spaß.

SEO im Wandel der Zeit

Wie hat sich SEO in den letzten Jahren verändert und wie adaptiert get:traction kontinuierlich das Geschäftsmodell? Welche neuen Herausforderungen seht ihr durch KI und technologische Veränderungen?

Unser Geschäftsmodell ist die Beratung. Hier ändern sich teilweise die Fragestellungen, das ändert aber nichts am Modell. Die größten Veränderungen finden intern statt, da wir unsere Methoden an die neuen Möglichkeiten anpassen.

Wer profitiert von unserer SEO-Beratung?

Welche Branchen oder Unternehmenstypen profitieren am meisten von euren Dienstleistungen? Gibt es Bereiche, in denen ihr besonders spezialisiert seid?

Aufgrund unseres hohen Anteils am Projektmanagement profitieren von uns am meisten Unternehmen mit einem hohen Organisationsgrad. Für kleinere Unternehmen sind unsere Methoden und Vorgehensmodelle überdimensioniert und damit kaufmännisch weniger sinnvoll.

Hinsichtlich der Branchen haben wir einen starken Fokus auf Verlage. Aufgrund unserer Geschichte haben wir im Bereich Publishing viel Erfahrung. Und SEO für Google News und Discover unterscheidet sich stark vom Standard SEO. Verlage publizieren täglich neue Inhalte, das ist ihr Geschäft. Wir haben einen sich ständig veränderten Bestand an Inhalten, Rankings springen ständig etc.

Die Herausforderungen, News-Lagen zu bedienen und gleichzeitig über Evergreens, Hintergrundstücke etc. einen Basis-Traffic sicherzustellen, ist eine Aufgabe in sich.

Wir haben aber auch viel Erfahrungen im Bereich Saas und B2B etc. Alles, bei dem man etwas mehr um die Ecke denken muss, macht uns Freude.

Zukunftsaussichten und Ziele von get:traction

Wo seht ihr get:traction in fünf bis zehn Jahren? Welche Ziele verfolgt ihr für die zukünftige Entwicklung der Agentur?

Wir wollen weiterhin mit den Kunden, die sich auf unsere Philosophie einlassen, erfolgreich sein. Egal welche Herausforderungen auf uns zukommen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools

Tools, Datenanalyse und unsere SISTRIX-Expertise

Welche SEO-Tools und Datenanalyse-Plattformen nutzt ihr für eure Arbeit? Warum habt ihr euch beispielsweise als SISTRIX-Schulungspartner positioniert?

SISTRIX hat sich früh als Standard im deutschsprachigen Raum etabliert. Da ich Johannes schon lange kenne, hat es sich angeboten, für SISTRIX Schulungspartner zu werden.

Ich schätze an SISTRIX die einfache Art Wettbewerbsvergleiche zu erstellen, Potenziale zu ermitteln, die sich nicht aus den eigenen Daten ergeben und das unkomplizierte Lizenzmodell.

Unsere zentrale Datenquelle ist die Google Search Console. Wobei wir Leistungsdaten täglich via API abrufen, diese nach Seitentypen, Seitengruppen und Suchanfragen segmentieren und in BigQuery ablegen und via Google Looker visualisieren. Da die Daten in Big Query vorliegen, greifen auch diverse Analyse-Skripte darauf zu.

Die Leistungsdaten zu Google Discover ergänzen wir um Daten, die wir durch das Crawling der URLs erheben und annotieren alles mit Entitäten, die uns die Google NLP API liefert. Dieses ermöglicht es uns, Discover Reportings und Analysen auf Basis von Entitäten zu erstellen und den Kanal besser zu verstehen.

Und natürlich darf der ScreamingFrog und diverse KNIME-Workflows oder Analyse-Skripte nicht fehlen.

get traction SEO- & OM-Stammtisch Fahne

Wissenstransfer als Kern unserer Zusammenarbeit

Ihr bietet Schulungen zu Google Search Console, SISTRIX, KNIME und SEO für Redaktionen an – warum ist Wissenstransfer ein so zentraler Teil eures Geschäftsmodells?

Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden ihre Ziele erreichen und unsere konkreten Ansprechpartner sich entwickeln können. Hilfe zur Selbsthilfe ist ein wichtiger Aspekt. Wir wollen nicht immer die gleichen Fragen beantworten, sondern zusammen mit unseren Kunden auch hinsichtlich der gemeinsamen Kompetenz wachsen.

Datengetriebene SEO und strategische Insights

Wie kombiniert ihr traditionelle SEO-Optimierung mit datengetriebenen Analysen und Business Intelligence? Welche Rolle spielt Data bei eurer Strategieentwicklung?

Daten sind die Grundlage, die Begründung und die Möglichkeit, Erfolge zu messen und zu lernen. Hypothesen können nur mit Daten falsifiziert werden.

Content-Strategien für Nutzer – nicht nur für Suchmaschinen

Content ist König – wie entwickelt ihr Content-Strategien, die sowohl für Suchmaschinen als auch für echte Nutzer optimiert sind? Wie findet ihr die Balance?

Welche Balance? Suchmaschinen kaufen nicht, konsumieren nicht etc. Es geht immer um die Nutzer von Suchmaschinen und das sind Menschen, die es zu gewinnen gilt.

SEO-Erfolg messbar machen – individuell und zielgerichtet

Wie messt und kommuniziert ihr SEO-Erfolg an eure Kunden? Welche KPIs sind für verschiedene Branchen und Geschäftsmodelle am relevantesten?

KPIs ist in sich falsch, weil ein Key Performance Indikator nicht in der Mehrzahl auftreten sollte, sonst ist er ein Performance Indikator.

Messgrößen und ihre Relevanz richten sich nach Branchen, Empfänger und ihren Aufgaben sowie dem Anwendungszweck.

Beispiel: Ein Teilprojekt ist die Optimierung von Ressortseiten. Als Effekt versprechen wir uns bessere Rankings dieser Seiten sowie eine Stärkung der darunterliegenden Artikel. Ersteres lässt sich leicht prüfen, indem die definierten Suchanfragenmuster zum Seitentyp vor und nach der Umsetzung geprüft werden. Da wir die GSC-Daten sowohl nach Seitentypen als auch Suchanfragen segmentieren, ist die Nachweisführung hier sehr einfach.

Hinsichtlich der Artikel wird es schwerer, da diese nicht selbst und gezielt optimiert wurden. Hier kann man bestenfalls den Gesamttraffic über einen längeren Zeitraum betrachten. Da aber saisonale Effekte, Google Updates und weitere Optimierungen stattfinden werden, kann man diese nicht realistisch nachweisen. Dies sollte man zu Beginn direkt formulieren.

Im Gesamten aber gilt es idR ein Ziel zu erreichen. Umsatz, Leads, Reichweite etc. Hier beschränkt man sich auf dieses, vor allem wenn es um Reports für die Führungsebene geht. Dazu gehört neben dem KPI der jeweilige Projektfortschritt.

Persönliche Fragen an die Gründer

Wie unsere Leidenschaft für SEO begann

Was hat euch persönlich dazu bewogen, in der SEO-Branche tätig zu sein? Wann und wie seid ihr mit Suchmaschinenoptimierung in Kontakt gekommen?

Ich habe Informationswissenschaft an der Hochschule Darmstadt studiert und bin dann direkt mit meiner Diplomarbeit bei t-online.de als Manager Search eingestiegen. Hier war ich im Team, welches für die Suche der t-online verantwortlich war. Das Thema SEO haben wir uns dann quasi selbst gesucht, da es viele Überschneidungen mit unserer Aufgabe hatte. Und dann hat es mich nicht mehr losgelassen.

Besondere Momente und erfüllende Projekte

Welcher Moment oder welches Projekt in der Geschichte von get:traction war für euch persönlich am erfüllendsten?

Am Erfüllendsten war meine Lehrtätigkeit an der Hochschule Darmstadt. Jungen Menschen das Thema zu eröffnen und zu sehen, was sie daraus machen, war immer motivierend. Einige haben ihre eigenen Agenturen gegründet, eigene Karrieren und bekannte Unternehmen gestartet und mit vielen bin ich noch in Kontakt. Menschen wachsen zu sehen, auch über einen selbst hinaus, ist erfüllend. Und zu wissen, dass man ihnen die Tür gezeigt hat, die sie dermaßen erfolgreich durchschritten und dann einen Weg eingeschlagen haben, der jeweils einzigartig ist, ist fantastisch.

Aus dieser Motivation stammt unser Ansatz, mit unseren Ansprechpartnern zu wachsen. Menschen sind es, die Dinge bewegen und für Veränderungen sorgen.

Anpassung an Veränderungen und kontinuierliches Lernen

Wie geht ihr mit der ständigen Veränderung von Google-Algorithmen um? Wie bleibt ihr als Team auf dem neuesten Stand?

Arbeiten und lernen, fest auf Methoden stehen, diese aber niemals als Dogmen begreifen, sondern immer anzupassen, wenn wir Neues sehen. Adaptieren und immer besser werden.

get:traction Teil des Teams

Kunden verstehen statt SEO aufzuzwingen

Was bedeutet für euch persönlich die Philosophie „Wir können SEO, Sie Ihr Geschäft"? Wie wichtig ist euch der Austausch mit euren Kunden?

Jede Beratung beginnt mit zuhören und verstehen. SEO ist kein Hammer und Kunden sind keine Nägel.

Rat an junge Gründer

Welchen Rat würdet ihr jungen Gründern geben, die in einer schnelllebigen Branche wie SEO / Online Marketing starten wollen?

Verkauft Euch nicht unter Wert. Wir alle müssen ständig lernen und brauchen den Raum und die Zeit dazu. Kalkuliert Zeit zum Lernen und Experimentieren ein.

Und vergesst niemals die Steuer. Halbwegs festes kaufmännisches Verständnis ist unabdingbar.

Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit

Hattet ihr bereits Erfahrung im SEO- oder Online-Marketing-Bereich, bevor ihr get:traction gegründet habt?

Da ich Informationswissenschaften studiert habe, waren mir die Grundlagen von Information Retrieval Systemen bekannt. Weshalb es mich sehr überrascht hat, wie die Branche auf so grundlegende Konzepte wie tf*idf reagiert hat. Ich ging schlicht davon aus, dass das die absolute Grundlage ist.

Seid ihr von Anfang an davon ausgegangen, dass get:traction eine erfolgreiche Agentur werden würde?

Ja, sonst hätten wir nicht angefangen. Mit Kindern ist man weniger risikofreudig.

Nehmt ihr gerne Risiken ein und probiert neue Ansätze im SEO aus, auch wenn es unkonventionell ist?

Das hängt an der Risikodisposition des jeweiligen Kunden bzw. Aufgabe. Risiko in sich ist kein sinnvolles Ziel.

War es euch immer wichtig, eure Kunden zu befähigen, eigenständig ihre SEO zu managen?

Das ist uns immer wichtig. Kunden, die das Thema verstehen, verstehen uns besser, verstehen die Aufwände besser und können schneller mit uns wachsen. Auch werden die Aufgaben im Laufe der Zeit spannender.

Würdet ihr eure Gründungsphase mit get:traction als die aufregendste Zeit eurer beruflichen Laufbahn bezeichnen?

Da es mein zweites Unternehmen ist, nur bedingt. Es ist aber wesentlich erfüllender als beim ersten Versuch.

Schnellfragen zum Online Marketing und SEO

Nutzt get:traction aktiv eigenes Content Marketing und SEO, um die Agentur selbst zu vermarkten?

Ja, aber weniger als wir wollen. Wir sind gut ausgelastet, was die Zeit beschränkt. Wir machen im Team - und einiges komplett eigenverantwortlich und aus Eigeninitiative der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - ausgewählte Formate. Wie beispielsweise die Umfrage zu Google Discover von Isabell Börner oder die Artikel-Reihe zu KNIME von Rebecca Schwarz und vormals Patrick Lürwer. Wir sind aber auch in Mediaa, Kress Pro etc. mit Inhalten vertreten.

Sind organische Suchergebnisse und SEO wichtiger als bezahlte Werbung für euer Wachstum?

Wir leben überwiegend von Empfehlungen. Glauben wir zumindest, unser Vertrieb ist personell nicht existent. Hier sind wir wirklich schwach aufgestellt. Wir machen unseren Job einfach gerne, die anderen Dinge fallen da leider etwas runter. Wir haben es bisher aber überlebt, sonst wäre es ja anders.

Haltet ihr regelmäßig Webinare, Schulungen und Events ab, um euer SEO-Wissen in der Community zu teilen?

Wir veranstalten den SEO-Stammtisch in Darmstadt. Dort laden wir uns bekannte Referentinnen & Referenten aus der Branche zu Vorträgen und bringen uns natürlich auch selbst ein. Sonst sind wir auf diversen Konferenzen präsent.

Plant ihr, eure Dienstleistungen in andere europäische Länder zu expandieren?

Nicht wirklich.

Glaubt ihr, dass Künstliche Intelligenz (wie ChatGPT) die SEO-Branche grundlegend verändern wird?

Leben ist Veränderung und KI wird ein großer Treiber für Veränderungen sein. Ob dieser größer sein wird als Putin oder Trump, bleibt zu hoffen. Umgedreht wäre es zumindest eine sehr ungemütliche Zukunft. 

get:traction: Beratung mit Fokus auf Strategie, Umsetzung und Wissenstransfer

Wir bedanken uns herzlich bei Jens Fauldrath einer der Gründer von get:traction für das offene Gespräch und die spannenden Einblicke in die Arbeitsweise ihrer Agentur. Die Geschichte zeigt, wie eine klare Philosophie, datenbasierte Strategien und partnerschaftliche Zusammenarbeit Unternehmen im digitalen Wettbewerb stärken können.

Jens Fauldrath, Johannes Kunze und Patrick Lürwer-Gründer get traction
Geschäftsführer Jens Fauldrath, Johannes Kunze und Patrick Lürwer von get:traction

KONTAKT:

www.gettraction.de/

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 3

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.