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HACOY: Wie nachhaltiger Luxus aus München Mode entschleunigt

Mit HACOY bringt Gründer Maximilian Rupp eine neue Definition von Luxus in die Modewelt. Bewusst, ästhetisch und verantwortungsvoll – Mode für Menschen, die Werte tragen wollen.

HACOY: Wie nachhaltiger Luxus aus München Mode entschleunigt
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Im Rahmen unserer Gründerstories hat sich Maximilian Rupp, Gründer der Münchner Modemarke HACOY, die Zeit genommen, um uns spannende Einblicke in seine Reise als Unternehmer zu geben. Im Interview spricht er über seine Motivation, Mode ehrlicher und nachhaltiger zu gestalten, die Entstehung seiner Marke und die Bedeutung von Verantwortung in einer schnelllebigen Branche.

HACOY steht für Happiness, Comfort & Joy – und für eine klare Haltung: Mode kann schön, langlebig und bewusst zugleich sein. Lese weiter und erfahre, wie Maximilian mit HACOY eine ruhige, stilvolle Gegenbewegung zur schnelllebigen Modeindustrie schafft.

Logo Hacoy

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview

Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?

Ich bin Maximilian Rupp, Gründer von HACOY, einer Münchner Modemarke für nachhaltigen Luxus. HACOY steht für Happiness, Comfort und Joy, Werte, die wir in jedes Kleidungsstück übersetzen. Unsere Zielgruppe sind Menschen, die Mode bewusst konsumieren, Qualität schätzen und Design als Ausdruck ihrer Haltung verstehen. Mein Ziel ist es, Mode zu entschleunigen, ehrlicher zu machen und gleichzeitig emotional erlebbar zu gestalten. HACOY verbindet Handwerkskunst, Ästhetik und Verantwortung und bildet damit eine ruhige Gegenbewegung zu einem sehr lauten Markt. 

Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung

In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.

Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.

Der Ursprung von HACOY: Eine Antwort auf die Missstände der Modewelt

Du hast Hacoy 2021 gegründet – mitten in der Pandemie. Was hat dich zu diesem Zeitpunkt bewogen, genau dann ein Fashion-Startup zu starten?

Meine Entscheidung, HACOY 2021 zu gründen, hatte weniger mit der Pandemie zu tun, sondern mit einem tiefen Frust über die Modeindustrie. Ich hatte es satt zu sehen, wie Menschen in der Produktion ausgebeutet werden, wie Marken Konsumentinnen und Konsumenten mit leeren Versprechen belügen und wie die Umwelt dabei konsequent ignoriert wird. Ich wollte nicht länger nur zusehen und Teil dieses Systems sein, sondern eine Alternative aufbauen, die ehrlich ist, nachvollziehbar produziert und den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt. HACOY ist aus dem Wunsch entstanden, zu beweisen, dass Mode sowohl schön als auch verantwortungsvoll sein kann. 

Frühe Unternehmungen als Fundament für HACOY

Du hast vorher bereits zwei andere Unternehmen gegründet – zunächst ein fiktives Restaurant im Kinderzimmer, später die Studibon-App. Wie haben diese Erfahrungen dich auf die Gründung von Hacoy vorbereitet?

Vom fiktiven Restaurant im Kinderzimmer bis zur Studibon App habe ich früh gelernt, dass Unternehmertum vor allem Kreativität, Struktur und Empathie bedeutet. Diese Erfahrungen haben mir das Fundament gegeben, auf dem HACOY heute steht. 

Romana Tricoli: Die kreative Seele hinter HACOY

Erzähl uns mehr über deine Designpartnerin Romana Tricoli. Wie seid ihr zusammengekommen und welche Rolle spielt sie bei Hacoy?

Romana habe ich im vorherigen Job kennengelernt; uns verbindet die Vision für eine bessere Modewelt. Sie prägt als kreative Seele das unverwechselbare Design und sorgt für Inspiration und Qualität, während ich die unternehmerischen Fäden ziehe

Circular Fashion Orbit: Verantwortung über den Verkauf hinaus

Das „Circular Fashion Orbit"-Programm ist eines der Alleinstellungsmerkmale von Hacoy. Wie funktioniert es genau und warum war es dir so wichtig, es zu entwickeln?

Dieses Programm ermöglicht es Kundinnen und Kunden, ihre getragenen HACOY Stücke zurückzugeben, damit sie weiterverarbeitet oder erneut verkauft werden können. Mir war wichtig, Verantwortung über den Verkauf hinaus zu übernehmen. Mode sollte Teil eines Kreislaufs sein und nicht einfach Abfall produzieren. 

Warum HACOY auf Produktion in Litauen setzt

Ihr produziert in Vilnius, Litauen. Warum habt ihr euch bewusst gegen Produktion in anderen Ländern entschieden?

In Litauen haben wir Partner gefunden, die dieselben Werte leben wie wir. Transparenz, faire Bedingungen, hochwertige Verarbeitung und Nähe zu Deutschland für kurze Wege und direkte Kommunikation.

Mode von Hacoy

Leinenqualität: Das Herzstück von HACOY

Die Leinenqualität ist ein Kernthema bei Hacoy. Wo kommt das Leinen her und warum ist gerade dieses Material so zentral für euer Konzept?

Unser Leinen stammt aus Europa, vor allem aus Litauen. Es ist langlebig, atmungsaktiv und natürlich. Das Material passt perfekt zu unserem Verständnis von bewusstem Luxus, denn es altert schön und erzählt mit der Zeit eine Geschichte.

Zeitloses Design statt Rabattmodelle: HACOYs Geschäftsstrategie

Ihr habt euch bewusst gegen ein „Salesmacht"-Modell entschieden. Das ist ungewöhnlich. Wie funktioniert euer Geschäftsmodell ohne Rabatte und Ausverkäufe?

Wir folgen keinem künstlichen Preiszyklus. Es gibt bei uns keine Sales, weil unsere Stücke zeitlos sind. Wir produzieren bewusst weniger und verkaufen zu einem fair kalkulierten Preis. Qualität verliert keinen Wert.

Der erste HACOY-Store: Mode als sinnliches Erlebnis

Im Juni 2024 habt ihr euren ersten stationären Store eröffnet. Warum war dieser Schritt vom reinen Online-Business so wichtig für Hacoy?

Nach Jahren online war der physische Raum eine logische Weiterentwicklung. Mode ist ein Sinneserlebnis. Sie will berührt, probiert und gespürt werden. Unser Store ist ein Ort für Begegnungen, Gespräche und Kultur, nicht nur ein Verkaufsraum.

Authentische PR: Wie HACOY mit klarer Haltung auffällt

Ihr habt Aufmerksamkeit von renommierten Publikationen wie Vanity Fair, InStyle Men und TextilWirtschaft bekommen. Wie habt ihr diese PR-Erfolge erreicht und welche Strategie steckt dahinter?

Wir setzen auf ehrliche Geschichten statt auf aggressive Kampagnen. Magazine wie Vanity Fair, InStyle Men oder TextilWirtschaft sind auf uns aufmerksam geworden, weil unsere Haltung klar und authentisch ist. Wir versuchen nicht laut zu sein, sondern wahrhaftig.

HACOY in fünf Jahren: Vision für Slow Luxury in Europa

In fünf Jahren – wo siehst du Hacoy? Was sind deine ambitioniertesten Ziele?

Ich sehe HACOY als europäische Marke, die Slow Luxury neu definiert. Mit Stores in kulturell starken Städten, einer gewachsenen Community und einer Plattform, die Kunst, Design und Bewusstsein verbindet.

Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools

Online sichtbar werden: HACOYs organischer Aufbau

Hacoy wurde während der Pandemie gegründet und startete als reiner Online-Shop. Wie habt ihr online für eure Marke sichtbar geworden? Welche Kanäle und Tools habt ihr genutzt, um eure erste Zielgruppe zu erreichen?

Am Anfang haben wir organisch aufgebaut. Instagram, LinkedIn und ehrliches Storytelling. Keine aggressive Werbung, sondern echte Beziehungspflege. Unser Wachstum basiert auf Vertrauen, nicht auf Lautstärke. 

Hacoy Modelinie.

LinkedIn als Bühne für Werte und Authentizität

LinkedIn scheint ein wichtiger Channel für euch zu sein. Wie nutzt ihr LinkedIn strategisch für HACOY und welche Inhalte funktionieren besonders gut bei eurer Zielgruppe?

LinkedIn ist wichtig für uns, weil wir dort Werte transportieren können. Beiträge über Nachhaltigkeit, Gefühle, Kreativität und die Realität des Unternehmertums funktionieren besonders gut. Authentizität schlägt jede reine Produktwerbung.

SEO bei HACOY: Sichtbarkeit durch Content mit Seele

Welche SEO-Maßnahmen habt ihr auf hacoy.com implementiert, um in den Suchmaschinen besser gefunden zu werden? Wie wichtig ist SEO für ein noch junges Fashion-Startup wie Hacoy?

Wir arbeiten mit einer klaren Keyword Struktur, starken Beschreibungen, sauberer Technik und relevanten Geschichten. SEO ist wichtig, aber wir setzen vor allem auf Content mit Seele.

Digitale Tools und Analytics für HACOYs Marketing

Welche Online-Marketing-Tools und Analytics-Plattformen nutzt ihr, um die Performance eurer digitalen Kampagnen zu messen und zu optimieren?

Wir nutzen Google Analytics, Meta Business Manager und Klaviyo. Die wertvollsten Erkenntnisse kommen aber aus direkten Gesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden.

Omnichannel bei HACOY: Online inspiriert, offline verbindet

Mit dem Launch eures physischen Stores habt ihr das Omnichannel-Modell etabliert. Wie integriert ihr Online- und Offline-Marketing-Strategien, um Kunden in beide Kanäle zu führen?

Online inspiriert, offline verbindet. Die Website weckt Interesse, der Showroom vertieft es. Beide Kanäle ergänzen sich durch Events, Newsletter und besondere Drops.

Persönliche Fragen an die Gründer

Wie Zürich, Florenz und München HACOY prägen

Du bist in Zürich aufgewachsen, hast in Florenz studiert und gründest jetzt in München. Welche dieser Orte hat dich am meisten geprägt und warum?

Zürich hat mir Errinerungen gegeben. Florenz hat mir Ästhetik und Emotion gegeben. München gibt mir Fokus und Ruhe. Jede Stadt prägt einen Teil meiner Persönlichkeit.

Hacoy Linen Jacke

Ein Schulprojekt in Tansania als Impuls für nachhaltige Mode

Du hast erwähnt, dass dich ein Schulprojekt in Tansania zur Nachhaltigkeit bewegt hat. Erzähl uns mehr über diese Erfahrung. Wie hat sie deine Sicht auf die Welt und auf Fashion verändert?

Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass Verantwortung kein Luxus ist. Es hat mein Bewusstsein für Ressourcen und Gerechtigkeit geschärft und meinen Wunsch gestärkt, Mode bewusst zu gestalten.

Leidenschaft und Motivation trotz Herausforderungen

Mit 28 Jahren bist du bereits ein etablierter Gründer mit mehreren Projekten. Wie schaffst du es, deine Leidenschaft und Motivation aufrechtzuerhalten, besonders angesichts der Herausforderungen bei HACOY?

Echte Leidenschaft ist unerschöpflich, wenn sie Sinn trägt. Selbst an schwierigen Tagen erinnert mich das Warum hinter HACOY an meine Aufgabe.

Echter Austausch statt Konkurrenzdenken

Du hast beschrieben, dass Networking-Events sich für dich oft wie ein Leistungs-Wettbewerb anfühlen, anstatt echte Zusammenarbeit zu ermöglichen. Welche Art von Austausch würde sich für dich erfüllender anfühlen?

Ich wünsche mir Räume, in denen Gründer ehrlich miteinander sprechen, anstatt sich zu vergleichen. Für mich ist echter Austausch möglich, wenn niemand sich beweisen muss.

Wie Kunst, Unternehmertum und persönliche Marke zusammenkommen

Neben HACOY hast du auch die persönliche Brand-Website „maximilianrupp.com" und das Künstler-Alias „MAR". Wie trennst und verbindest du diese verschiedenen Facetten deiner Identität?

MAR ist mein künstlerisches Ich. HACOY ist mein unternehmerisches Ich. maximilianrupp.com verbindet beide Welten. Alles gehört zusammen, es sind nur unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Seele. 

Schnellfragen (Ja/Nein-Antworten) zur Gründerpersönlichkeit

Würdest du dich als klassischen Perfektionisten bezeichnen?

Nein

Schläfst du weniger als 6 Stunden pro Nacht, wenn du an HACOY arbeitest?

Nein

Hast du Angst vor dem Scheitern?

Nein

Glaubst du, dass Scheitern ein notwendiger Teil des unternehmerischen Prozesses ist?

Ja

Würdest du heute noch mal genauso gründen, ohne zu wissen, welche Herausforderungen auf dich warten?

Ja

Hacoy Travelwear

Schnellfragen (Ja/Nein-Antworten) zum Online Marketing und SEO

Ist SEO eine Priorität in eurer Online-Marketing-Strategie?

Ja

Nutzt ihr Content Marketing (Blog, Artikel) als Teil eurer digitalen Strategie?

Ja

Arbeitet ihr mit Influencern zusammen, um HACOY bekannter zu machen?

Ja

Ist Email-Marketing ein wichtiger Channel für die Kundenretention bei HACOY?

Ja

Experimentiert ihr mit neuen, aufstrebenden Kanälen wie TikTok oder anderen sozialen Plattformen?

Ja

HACOY: Mode mit Haltung und Herz

Mit seiner Vision von „Slow Luxury“ zeigt Maximilian Rupp, dass Mode weit mehr sein kann als Konsum – nämlich Ausdruck von Achtsamkeit, Qualität und Persönlichkeit. Von fairer Produktion über zeitloses Design bis hin zu echter Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt – HACOY beweist, dass bewusster Luxus keine Zukunftsvision, sondern gelebte Realität ist.

Wir bedanken uns herzlich bei Maximilian Rupp für das inspirierende Gespräch und die offenen Einblicke in die Philosophie hinter HACOY. Seine Geschichte zeigt, wie Leidenschaft, Werte und Mut zu Veränderung die Modewelt nachhaltig prägen können.

Maximilian Rupp, Gründer von HACOY
Maximilian Rupp, Gründer von HACOY.

KONTAKT:

www.hacoy.com/de

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