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Karrierekomplizen im Interview: Kein Copy-Paste, keine Massenansprache – Recruiting, das auf echte Gespräche setzt

Im Interview erzählt Gründerin Ika Amonath, wie die Karrierekomplizen GmbH Unternehmen unterstützt, die passenden Kandidat:innen zu finden – mit Active Sourcing, Direktansprache und einer persönlichen Herangehensweise.

Karrierekomplizen im Interview: Kein Copy-Paste, keine Massenansprache – Recruiting, das auf echte Gespräche setzt
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Möglichst viele Profile verschicken und hoffen, dass etwas dabei ist – so funktioniert Recruiting bei Karrierekomplizen nicht. Ika Amonath hat die GmbH im November 2024 gegründet und setzt auf das Gegenteil: individuelle Direktansprache, echte Gespräche und Active Sourcing statt Massenversand. Jede Kandidatenansprache ist ein Unikat, keine Nachricht gleicht der anderen. Was das in der Praxis bedeutet und wie sie als Solegründerin mit LinkedIn als virtuellem Bürokomplex gestartet ist, hat Ika uns im Interview erzählt.

Sie spricht außerdem offen darüber, wie sie Prioritäten setzt, warum Geschwindigkeit im Recruiting entscheidend ist – und was es für sie bedeutet, wenn jemand, den sie vermittelt hat, irgendwann befördert wird.

Karrierekomplizen GmbH Logo

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview

Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?

Ich bin Ika Amonath und Gründerin der Karrierekomplizen GmbH.

Wir unterstützen Unternehmen dabei, die richtigen Menschen zu finden, und das nicht nur auf dem Papier, sondern wirklich fürs Team. Unser Schwerpunkt liegt auf Active Sourcing, Direktansprache und Recruiting-Beratung.

Heißt übersetzt: Wir warten nicht, bis Bewerbungen reinkommen. Wir gehen aktiv auf Menschen zu und begeistern Sie.

Das ist auch was uns auszeichnet: Eine sehr persönliche Herangehensweise. Wir sprechen Kandidat:innen direkt an, führen echte Gespräche und bleiben nah dran – an den Menschen  UND  an den Unternehmen.

Unser Ziel ist nicht möglichst viele Profile zu verschicken.

Unser Ziel ist, dass es wirklich passt und jede:r sich am Ende freuen darf.

Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung

In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.

Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.

Von der Praxis ins Unternehmertum: Erfahrungen, die prägen

Du hast die Karrierekomplizen gegründet, nachdem du selbst in der Gastronomie und im Recruiting gearbeitet hast. Welche Erfahrungen haben dich geprägt?

Die Gastronomie war wahrscheinlich die beste Vorbereitung auf Unternehmertum, die man sich vorstellen kann. Alles brennt, alles passiert gleichzeitig, und dennoch geht’s vorallem darum: Cool bleiben, nacheinander abarbeiten und: Es regeln.

Und da ist es nahezu egal WAS grade brennt – irgendwas ist ja immer.

Wie sich eure Zielgruppe entwickelt hat – Realität statt Gerüchte

Ihr setzt stark auf Blue-Collar-Berufe und regionale Direktansprache. Wie bist du auf diese Nische gekommen?

(muss einharken: Das ist so semi wahr, ich habe dieses Jahr 10 Menschen platziert, einer davon ist ein Handwerker, die anderen sehr akademisch 😀 also weiß nicht wieso das so motiviert durch Xing geistert, irgendwer streute das mal, das will ich garnicht weiter ver-SEO-n, weils so garnicht stimmt 😀

Persönliches Recruiting: So setzen wir auf individuelle Ansprache

Dein Recruiting-Ansatz ist sehr persönlich. Wie setzt ihr das konkret um?

Wir versuchen immer zuerst zu verstehen, wen ein Team wirklich braucht. Es gibt viel zwischen den Zeilen, viel das nicht in der Stellenanzeige erwähnt wird.

Das bedeutet: viele Gespräche mit unseren Kunden, viel Kontext und manchmal auch unbequeme Fragen.

Bei der Kandidatenansprache geht es dann nicht um Copy-Paste-Nachrichten, sondern um echte Worte – es gibt keine zwei Nachrichten die sich gleichen, jede:r kriegt was eigenes.

Natürlich ist das aufwendiger.

Aber die Rückmeldungen und die Qualität der Gespräche sind meistens deutlich besser.

Die ersten Schritte nach der Gründung: Ankommen, Vernetzen, Prioritäten setzen

Wie sahen die ersten Schritte nach der Gründung aus?

Am Anfang ist alles gleichzeitig. Irgendwo muss man aber Anfangen, für mich hieß das im November 2024: Erstmal ankommen. Um einfach mal in Gespräche zu kommen, hab ich auf Linkedin zu virtuellen Kaffee-treffs aufgerufen und Gott und die Welt kennengelernt. Ich hab mir das wie „mein Shared office“ gebastelt – Linkedin ist quasi ein großer Bürokomplex und „ich bin die neue“ – und um da einen guten Einstand zu haben, hab ich mich mit einigen Vernetzt und ausgetauscht. Außerdem wars total praktisch „echte“ Termine zu haben die mich angespornt haben auch OHNE vorgesetze:n zu wissen „jetzt wird am Laptop gesessen!“

Dazu kommen natürlich die klassischen Themen: Tools auswählen, Kunden generieren, alles was irgendwie WIRKLICH mein Beruf ist: Personal vermitteln.

Die größte Herausforderung ist am Anfang tatsächlich nicht die Arbeit selbst, sondern Prioritäten zu setzen und rausfinden „was geht eigentlich überhaupt ab“

Was mir sehr geholfen hat, war mein Netzwerk – die Kaffee-treffs haben mich stark unterstützt, Ideen geteilt oder einfach ehrliches Feedback gegeben – so kam ich von A nach B.

Gründerin Ika Amonath

Frühe Strategien: Sichtbarkeit und Transparenz als Markenentscheidungen

Welche strategischen Entscheidungen haben eure Marke geprägt?

Eine wichtige Entscheidung war, sehr früh sichtbar zu werden.

Ich habe angefangen, regelmäßig Content zu posten und meine Arbeit transparent zu zeigen.

Das hat dazu geführt, dass viele Menschen verstehen konnten, wie wir arbeiten und wofür wir stehen. Beste Idee im Nachgang.

Recruiting-Tools: LinkedIn, XING & Active Sourcing gezielt einsetzen

Welche Rolle spielen LinkedIn, XING und Active Sourcing?

Für uns sind das zentrale Werkzeuge.

Wir nutzen Plattformen wie LinkedIn oder XING natürlich für die Suche nach Kandidat:innen, aber auch für Networking und Content.

Gleichzeitig beschränkt sich Recruiting für uns nicht nur auf diese Plattformen.

Je nach Projekt nutzen wir auch Jobbörsen, Fachforen, Netzwerke oder direkte Ansprache außerhalb klassischer Plattformen.

Ein guter Recruiter arbeitet nicht mit einem einzigen Tool – sondern mit dem passenden Werkzeug für die jeweilige Situation.

Schnelle Reaktionskultur: So bleibt Recruiting effizient und persönlich

Ihr habt eine schnelle Reaktionskultur. Wie funktioniert das?

Recruiting lebt von Geschwindigkeit.

Wenn ein Kandidat heute Interesse zeigt und erst eine Woche später eine Antwort bekommt, ist das Gespräch oft schon vorbei. Deshalb versuchen wir, schnell zu reagieren, transparent zu kommunizieren und Kandidat:innen immer das Gefühl von: Ja, hier bist du wichtig und gern gesehen zu geben.

Erfolg im Recruiting: Passung, Langfristigkeit und echte Freude

Wie definiert ihr Erfolg?

Für mich ist Erfolg vor allem eine gute Passung und Langfristigkeit. Zu sehen wie jemand nicht nur die Probezeit besteht, sondern ggf. sogar befördert wird oÄ in dem Unternehmen, in das wir ihn/sie „geschmuggelt“ haben ist wunderschön.

Also wirklich:

Wenn Kandidat:innen langfristig im Unternehmen bleiben und sich dort wohlfühlen, dann haben wir unseren Job gut gemacht.

Natürlich schauen wir auch auf Kennzahlen – etwa Response-Raten oder Reichweite.

Aber am Ende zählt immer das Ergebnis:

Passt die Person wirklich zum Team? Wurde da jemand erfolgreich und glücklich? Und natürlich: Freut man sich da über unsere Arbeit?

Bestes Gefühl: Wenn man 1-X personen in ein Unternehmen vermittelt hat, vor Ort vorbeizufahren und diese herzliche freude zu fühlen weil wir WIRKLICH was verändert haben, und alle es gut miteinander haben – das ist schon der wahnsinn.

Die richtigen Tools für effektives Recruiting

Welche Tools helfen euch im Recruiting?

Wir arbeiten mit verschiedenen Recruiting-Plattformen, Sourcing-Tools und unserem CRM-System.

Ich würd behaupten: Wichtig ist dabei nicht das Tool selbst, sondern wie man damit arbeitet.

Im wesentlichen: Linkedin Recruiter, Indeed CV Datenbank, Xing Talent Manager und: MetaView. Und: Microsoft Teams, für den ganz kurzen Dienstweg.

Blick in die Zukunft der Karrierekomplizen

Wo siehst du Karrierekomplizen in fünf Jahren?

Fr keine Ahnung – find das ganz schwer, hier passe ich 😀

Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools

LinkedIn & XING: Sichtbarkeit durch Content und Networking

Wie nutzt ihr LinkedIn und XING für Sichtbarkeit?

Neben Active Sourcing spielt Content eine große Rolle.

Wir teilen Einblicke in unseren Recruiting-Alltag, Erfahrungen aus Projekten oder Beobachtungen aus der Branche. Das hilft dabei, Vertrauen aufzubauen und sichtbar zu bleiben.

Gründerin Ika Amonath immer in Aktion

Daten & Content: So steuern wir erfolgreiches Recruiting

Arbeitet ihr datengetrieben?

Ja, definitiv. Alles ist Messbar:

Wir schauen uns zum Beispiel Response-Raten, Kontaktquoten oder Gesprächsverläufe an.

Diese Daten helfen uns, unsere Ansprache weiter zu verbessern und rauszufinden wo Optimiert bzw gefeilt werden darf und muss.

Wie wichtig ist Content im Recruiting?

Sehr wichtig – find ich persönlich. Liegt an zwei wesentlichen Faktoren:

  1. Guter Content hilft dabei, Recruiting transparenter zu machen und Vertrauen aufzubauen. Das lockt natürlich Unternehmen zu mir.
  2. Viele Kandidat:innen bekommen dadurch ein Gefühl dafür, wie wir arbeiten – und haben durch ein bisschen mehr „Menschenlichen Einblick“ doch das quentchen mehr Lust, mit uns ins Gespräch zu gehen.

Automatisierung ja, aber persönliche Kontakte bleiben zentral

Welche Rolle spielen Automatisierung und KI?

Automatisierung kann Prozesse effizienter machen, sicherlich.

Mir ist der persönliche Kontakt sehr wichtig – daher ist hier nichts automatisiert oder full per KI organisiert.

Persönliche Fragen an die Gründerpersönlichkeit

Diese Eigenschaften haben mich als Gründerin getragen

Welche Eigenschaften haben dir als Gründerin geholfen?

Neugier, Ausdauer und der gesunde Glaube daran, das alles gut werden wird 😀

So strukturiere ich meinen Alltag als Gründerin

Wie organisierst du deinen Alltag?

Mein Alltag besteht aus vielen Gesprächen – mit Kunden, Kandidat:innen und meinem Netzwerk. Dazwischen versuche ich mir Zeit für Strategie, Content und neue Ideen zu nehmen. Ich mache 10 Dinge gleichzeitig und liebe alles daran, sicherlich gibt es Menschen die einen „fokusblock“ im kalender haben – aber mein Herz tanzt vorallem dann, wenn alles gleichzeitig passiert. Ich mach Dinge, manchmal weiß ich selbst nicht wie – aber ich möchte das garnicht hinterfragen, denn es klappt wunderbar.

Doubtless & driven: Inspiration und Motivation im Recruiting

Gab es Zweifel?

Nein. 😀

Ich habe eine sehr gesunde Menge Selbstvertrauen, einen super starken Rückhalt aus der Familie und einfach glauben an mich und meine Ideen.

Was inspiriert dich?

Menschen und Berufe.

Ich liebe Berufe. 😀

Recruiting bedeutet für mich immer auch, Lebenswege zu begleiten. Wenn jemand durch unsere Arbeit eine neue berufliche Chance bekommt, ist das ein ziemlich gutes Gefühl.

Gründerin Karrierekomplizen

Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit

Frühaufsteher oder Nachtarbeiterin?

Nachts all the way.

Planst du deine Tage oder arbeitest du flexibel?

Eine Mischung aus beidem.

Ist Scheitern wichtig für Erfolg?

vermutlich – ausprobieren möchte ichs nicht :D

Lieber alleine entscheiden oder im Team?

Ich hab mir mein Team liebevoll zusammengestellt, ich höre super gern auf die Kolleg:innen.

Routinen wichtig?

Unfug – jeder Tag ist ein neuer Tag :D

Schnellfragen zu Online Marketing und SEO

A/B-Tests für Kandidatenansprache?

Aufjedenfall

LinkedIn und XING unverzichtbar?

Für viele Projekte: ja.

SEO für eigene Inhalte?

Ich habe keine Ahnung davon, also: Ja, nein, keine Ahnung? :D

Zusammenarbeit mit Agenturen?

Nein, auch nicht geplant

KPIs für Kampagnen?

Ja – Response-Raten und Gesprächsquoten sind wichtige Indikatoren.

Karrierekomplizen GmbH: Recruiting mit Herz und Verstand

Individuell statt automatisiert, Direktansprache statt Massenversand, Langfristigkeit statt schneller Placement-Zahlen – Karrierekomplizen zeigt, dass persönliches Recruiting auch als kleines Unternehmen skalierbar ist, wenn der Fokus stimmt. Besonders interessant aus Business-Sicht: Ika hat ihre Sichtbarkeit von Tag eins über LinkedIn-Content aufgebaut und so Vertrauen geschaffen, bevor sie aktiv Kundenakquise betrieben hat. Dass Kandidaten und Kunden dadurch bereits verstehen, wie sie arbeitet, bevor das erste Gespräch stattfindet, ist ein cleverer Weg, den Entscheidungsprozess zu verkürzen.

Danke an Ika Amonath für die offenen Einblicke und die ehrlichen Antworten.

Gründerin Ika Amonath von Karrierekomplizen GmbH
Gründerin Ika Amonath von Karrierekomplizen GmbH

KONTAKT:

linkedin.com/company/karrierekomplizen

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