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klima&so: Wie ein Climate-Tech-Startup Social Media nachhaltig macht

klima&so zeigt, wie digitale Kampagnen nachhaltig gestaltet werden können. Die Gründer erklären, wie CO₂-Emissionen von Social Media messbar, reduzierbar und kompensierbar sind – für Brands, Agenturen und Creator.

klima&so: Wie ein Climate-Tech-Startup Social Media nachhaltig macht
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Im Rahmen unserer Gründerstories hat sich Jean-Paul, einer der beiden Gründer von klima&so, Zeit genommen, um uns spannende Einblicke in die Entstehung und Vision des Start-ups zu geben. Er spricht darüber, wie das Team ein belastbares CO₂-Berechnungsmodell für Social Media entwickelt hat und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben.

Logo klima&so

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview

Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?

Moin, ich bin Jean-Paul, einer von zwei Gründern von klima&so. Wir haben das erste Berechnungsmodell entwickelt, das zeigt, wie viel CO₂ eigentlich hinter Social Media steckt – von Reels über TikToks bis zu Paid Ads. Und wir helfen Brands und Agenturen dabei, ihre Kampagnen smarter und nachhaltiger zu planen.

Unser Ziel ist ziemlich einfach: Emissionen runter, Kosten runter, Impact rauf. Win-Win-Win.

Unterm Strich wollen wir beweisen, dass gutes Marketing, nachhaltiges Marketing ist.

Unsere Zielgruppen sind alle, die professionell Reichweite produzieren: Creator-Economy Player, Agenturen, Brands. Also die Menschen, die heute schon Millionen in digitale Aufmerksamkeit investieren und morgen dazu reporten müssen.

Was uns auszeichnet?

Naja, wir sind wahrscheinlich das “unkonventionellste” Climate-Startup, das du je gesehen hast. Wir kommen aus der Creator-Welt, arbeiten datengetrieben, science-based und ziehen uns halt trotzdem auch mal für einen Unterwäschekalender aus, wenn’s das braucht. Warum? Weil eine klimafreundliche Zukunft einfach nach der besseren Party aussehen muss, darum.

Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung

In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.

Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.

Von der Idee im Dschungelcafé zur Social-Media-Strategie: Die Entstehung von klima&so

Die Gründungsgeschichte: Ihr saßt in einem Dschungelcafé in Thailand und hatten die Idee zu klima&so – könnt ihr erzählen, wie der NFT-Boom euch zu dieser Geschäftsidee inspiriert hat und warum ihr dann den Fokus auf Social Media verlegt habt?

Touché gut recherchiert, der große Durchbruch kam literally in einem Dschungelcafé (:

Ich habe Patrick mitten in der Corona-Zeit kennengelernt: Beide in unseren ganz eigenen Krisen, während draußen Pandemie, Ukraine-Krieg und Klimakrise gleichzeitig liefen. Und in diesem ganzen Chaos kam diese eine Frage hoch:

“Wer wollen wir eigentlich gewesen sein?” In 30-40 Jahren, wenn unsere Enkel-Kids fragen, was unsere Antwort auf den ganzen Bullshit da draußen war.

Wir wollten was beitragen. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Mit den Skills und Interessen die wir eben haben. Wir sind keine klassischen Klimawissenschaftler, aber wir verstehen Strategie, Storytelling, Tech, Creator-Economy.

Also einmal raus aus Deutschland, rein nach Asien, Kopf freibekommen. Und genau da knallte dieser NFT-Boom los. Auf einmal ging’s überall um Energieverbrauch im Digitalen, aber niemand konnte erklären, was da eigentlich hintersteckt. Das hat uns beide getriggert: Da ist ein Riesenthema, und niemand versteht’s richtig.

Blockchain, Smart-Contract und Co. waren halt ein Hype, viel zu nerdy. 

Für den wirklich großen Hebel war klar: Social Media ist der Ort, an dem unsere Gesellschaft heute denkt, fühlt und kommuniziert. Und wir kennen diese Welt besser als alles andere.

Wenn wir wirklich Impact wollen, dann da, wo Milliarden Menschen täglich scrollen.

Also haben wir gesagt: Lass uns unsere Stärken genau dafür einsetzen – Emissionen sichtbar machen, Lösungen bauen, das Thema in die Mitte der Gesellschaft schieben.

So ist klima&so entstanden.

Vom Prototyp zum SaaS: So entstand das CO₂-Emissionsmodell von klima&so

Geschäftsmodell-Entwicklung: Eure Lösung berechnet CO₂-Emissionen automatisiert, hilft bei der Reduktion und kompensiert den Impact. Wie habt ihr diese Komponenten technisch umgesetzt und wie lange dauerte die Entwicklung?

Ehrlich gesagt hat alles mit einem Blatt Papier angefangen. Wir haben tagelang Studien, Blogs und wissenschaftliche Modelle zusammengesucht und daraus die erste grobe Berechnung für Social-Media-Emissionen gebaut. (Surprisingly, war die rückblickend schon ziemlich nah dran!)

Mit diesem Mini-Prototyp sind wir zu über 40 Klimawissenschaftler:innen und führenden NGOs gegangen, nach dem Motto: „Sind wir da auf einer heißen Spur oder komplett lost?“ Waren wir!

Ab da wurde’s ernst. Zusammen mit zwei Ex-Fraunhofer-Expert:innen haben wir das Modell ein Jahr lang wissenschaftlich scharfgezogen und von führenden Professor:innen unabhängig prüfen lassen.

Den Rest haben wir in eine SaaS gegossen: automatisierte Berechnungen, neue KPIs, klare Optimierungshebel für Kampagnen. Heute haben wir das erste wirklich belastbare Emissionsmodell für Social Media und eine Lösung, die vor allem auch innerhalb der Workflows von Brands und Agenturen funktioniert.

klima&so Gewinner des Nachhaltigkeitspreises

Regulatorischer Rückenwind: Wie CSRD klima&so beim Wachstum half

Die CSRD-Chance: Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ab 2024 war ein Game-Changer für euer Geschäft – wie habt ihr diesen regulatorischen Tailwind für euer Wachstum genutzt?

CSRD war natürlich erstmal Rückenwind. Wir sind ja intrinsisch gestartet: Wir wollten dieses Thema sichtbar machen, weil’s uns wichtig ist. Und plötzlich kam eine Regulatorik, die genau das verlangt. Das hat uns geholfen, unser Angebot viel klarer zu formulieren und schneller in relevante Gespräche zu kommen. Für viele Kund:innen war das damals das stärkste Argument: „Ihr müsst demnächst über euren digitalen Footprint reporten – lasst uns anfangen.“Genauso ehrlich muss man aber sagen: Mit den ganzen Aufschüben und Abschwächungen wurde dieser Hebel auch wieder kleiner. Deshalb fokussieren wir uns inzwischen wieder stärker auf das, was eigentlich unser Kern ist: Nachhaltigeres Social Media ist auch performanteres und günstigeres Social Media. Win-Win-Win. Das ist langfristig das überzeugendere Argument und das, was für unsere Kund:innen wirklich zählt.

Technologie & Partnernetzwerk: So funktioniert klima&so hinter den Kulissen

Technologie und Partnerships: Wie funktioniert eure Technologie-Infrastruktur? Mit welchen Partnern (Plattformen, Carbon-Offset-Anbietern, Agenturen) arbeitet ihr zusammen?

Bei der Übersetzung unserer wissenschaftlichen Berechnungslogik in echte, nutzbare Tech war uns eines wichtig: Sie muss für die bestehenden Workflows unserer Kund:innen funktionieren.

Brands, Inhouse-Teams, Creator-Agenturen, klassische Agenturen… alle arbeiten komplett unterschiedlich. Also musste unsere Lösung von „sehr manuell“ bis „komplett automatisiert per API“ funktionieren.

Heute kann unsere Lösung beides:

  • API-first, wenn jemand das Ganze direkt in bestehende Systeme einbinden will.
  • Super simples Interface, wenn jemand einfach nur seine Kampagnendaten (CSV/Excel) rein-droppt.
  • Ruf uns an und wir machen’s zusammen einen kompletten Audit und Optimierungs-Strategie

Je nachdem, welcher Schuh am besten passt.

Wir setzen genau da an, wo das klassische Performance-Reporting endet:

Native Daten aus Meta, TikTok, YouTube, LinkedIn usw. – rein. Berechnung, Analyse, Optimierungshebel, Reporting-ready Output für CSRD & Co. Paid und Organic – raus.

Carbon-Offsetting machen wir nicht selbst, das wäre nicht sauber. Wenn Kund:innen es wünschen, übernehmen wir das Handling nur mit Partnern, die wissenschaftlich wirklich halten, was sie versprechen.

Patrick und Jean-Paul von klima&so

Finanzierung & Wachstum: Bootstrapped zum skalierbaren Climate-Tech-Startup

Finanzierungsweg: Wie habt ihr euer Startup finanziert? Wer sind eure Investoren und wie wichtig war externe Finanzierung für den Skalierungsprozess?

Das ist schnell erzählt: Wir sind seit Tag 1 komplett bootstrapped. Uns war wichtig, klima&so so unabhängig wie möglich aufzubauen, weil das Thema für uns viel mehr ist als ein Geschäftsmodell. Wir haben uns natürlich ein paar sinnvolle Förderungen, EU-Programme und Stipendien geholt, aber immer so, dass wir die Richtung selbst bestimmen können.

Mein Co-Founder und ich sind große Fans des Lean-Startup-Ansatzes. Und ich glaube, wir haben ganz gut bewiesen, dass man auch im Climate-Tech-Bereich großen Impact mit extrem schlanken Strukturen schaffen kann. Keine aufgeblasenen Teams, kein Investorendruck, kein PowerPoint-Wachstum – einfach Fokus, Produkt, Wirkung

Geschäftsmodelle & Vertrieb: Vom direkten Kundenkontakt zum skalierbaren Agenturmodell

Skalierung vom B2C zum B2B2C: Ihr arbeitet mit Brands, Agenturen und Creator:innen – wie unterscheiden sich diese Geschäftsmodelle und welcher Vertriebskanal ist der profitabelste?

Aktuell arbeiten wir vor allem mit Agenturen und Brands – und das in zwei ziemlich unterschiedlichen Modellen.

Agenturen nutzen uns im Retainer-SaaS-Modell. Heißt: Sie binden unsere Tech direkt in ihre Kampagnenprozesse ein und liefern ihren Kund:innen automatisch Nachhaltigkeitsdaten mit. Das ist super skalierbar, weil Agenturen viele Kampagnen parallel fahren und unsere Intelligence damit wie ein zusätzlicher Performance- und Nachhaltigkeitslayer funktioniert.

Brands betreuen wir dagegen viel tiefer: komplette Jahres-Audits, echte Datenanalyse über alle Kanäle, interne KPI-Frameworks, Optimierungs-Pipelines, Beratung. Wir gehen da wirklich hands-on mit den Social-Teams rein – Content, Formate, Flighting, Creative Choices – mit dem Ziel: Emissionen runter, Performance rauf, Kosten runter.

Beide Modelle funktionieren für uns und die Mischung macht Spaß!

Marktposition & Wettbewerb: So hebt sich klima&so ab

Konkurrenz und Marktposition: Wer sind potenzielle Konkurrenten im Carbon-Accounting-Markt und wie positioniert sich klima&so? Was macht euch unersetzbar?

Im Social-Media-Bereich sowohl, Organic als auch Paid, haben wir aktuell einfach das valideste und am stärksten verprobte Modell. Wir waren früh dran, haben den Markt aufgemacht und dadurch die Expertise aufgebaut, die uns heute zur Referenz macht.

Ich mag dieses klassische „Konkurrenten-Gebashe“ aber nicht. Klar, das ist ein Markt, da wird Geld verdient und das ist auch gut so. Nachhaltigkeit muss beweisen dürfen, dass sie profitabel sein kann. Aber gleichzeitig ist das Feld noch extrem jung, sehr fragmentiert und ehrlich gesagt arbeiten viele Player auch ziemlich kollegial nebeneinander. Jede Lösung hat ihre Flughöhe und ihre Spezialisierung.

Unsere Position ist sehr klar: Wir sind extrem spitz, extrem qualitätsorientiert und extrem gut in genau dem, was wir tun.

Und vor allem sind wir vermutlich das unkonventionellste Klima-Startup, das man kennt. Unsere Kommunikation, unsere Aktionen, unser ganzes Auftreten – das kommt weniger aus Strategie als aus Persönlichkeit. Wir glauben einfach: Nachhaltigkeit muss die bessere Party sein.

Und auch ein vermeintlich trockenes Thema wie Datenanalyse darf Spaß machen, sonst erreicht man den Mainstream nicht.

Genau deshalb sehen wir uns als Brückenbauer: zwischen der wissenschaftlichen CO₂-Modellwelt und der knalligen Social-Media-Welt, die heute die Narrative unserer Gesellschaft schreibt. Diese Kombination ist schwer zu kopieren und genau das macht uns für unsere Kund:innen so wertvoll.

klima&so vermitteln ein trockenes Thema mit Witz.

Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools

Content & Aufklärung: So macht klima&so Social-Media-Emissionen verständlich

Content-Strategie zur Aufklärung: Social Media Emissionen sind noch ein relativ unbekanntes Thema – wie nutzt ihr Content Marketing und Aufklärung, um das Bewusstsein zu schärfen und gleichzeitig eure Lösung zu verkaufen?

Unsere Strategie war von Anfang an: von Creator für Creator. Nicht als Marketing-Slogan, sondern weil wir selbst aus dieser Welt kommen. Wir glauben an Social Media. Nicht als „das große Problem unserer Zeit“, sondern als das mächtigste Werkzeug, das wir haben, wenn man’s für die richtigen Dinge nutzt. Genau deshalb erzählen wir unsere Story seit Tag 1 ziemlich laut, bunt und öffentlich.

Ein riesiger Teil unserer Arbeit war immer Market Education. Wir mussten erstmal erklären, dass digitale Emissionen überhaupt existieren und wie sie entstehen. Und ja, das kann verdammt trocken sein. Deshalb machen wir’s auf unsere Art: Humor, Entertainment, Leichtigkeit, manchmal sogar ein bisschen Chaos. Weil’s den Leuten die Berührungsangst nimmt und ein komplexes Thema plötzlich menschlich macht.

Und das hat uns dann ziemlich schnell auf jede Bühne gespült, die man sich denken kann, Panels, Podcasts, Keynotes. Auf einmal waren wir dieser kleine PR-Liebling, der in Fachmagazinen landet, weil wir ein Thema erklären können, das sich sonst keiner traut anzufassen, ohne dass alle einschlafen.

Kurz: Wir erzählen Klimadaten so, dass Menschen wirklich zuhören wollen und das macht einen riesigen Unterschied.

Persönliche Fragen an die Gründer

Warum wir für Klimaschutz neue Wege gehen

Persönliche Motivation: Was treibt euch persönlich an, eure Karrieren in der Unternehmensberatung aufzugeben, um Klimaschutz durch Social Media zu revolutionieren?

Wenn die Welt um dich herum literally brennt, kommt irgendwann der Moment, in dem du dich entscheiden musst – guckst du weg oder übernimmst du Verantwortung in deinem eigenen Rahmen? Und selbst wenn man denkt: „Mein Skillset passt doch gar nicht zu Klima-Themen“, am Ende ist es genau eine Frage: Wer will ich später mal gewesen sein?Für mich war klar: Ich hatte kein Bock mehr, die nächsten Jahre der goldenen Möhre im classic Rat-Race hinterherzurennen. Ich wollte meine Zeit und Energie in etwas stecken, das wirklich zählt, auch wenn’s unbequem ist oder nicht perfekt ins Berufsprofil passt. Und heute kann ich sagen: Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich weiß jeden Tag ganz genau, WARUM ich das mache. Klingt vielleicht poetisch, aber so ist es.

Herz und Verstand vereint: So gelingt die Balance

Kopf vs. Herz: Euer Startup verbindet technisches Know-how mit emotionalem Engagement für den Umweltschutz – wie balanciert ihr diese beiden Dimensionen?

To be honest – ich liebe genau diese Kombi aus Herz und Hirn. Wenn du etwas machst, das dir wirklich am Herzen liegt, dann hast du automatisch den Drive, die harten Phasen durchzustehen, kreativ zu werden, Lösungen zu finden, statt beim ersten Gegenwind aufzugeben. Das Herz gibt dir die Richtung, der Kopf baut den Weg.

Natürlich gibt’s Momente, in denen beides miteinander ringt. Am Ende musst du trotzdem ein funktionierendes Produkt bauen, das Kund:innen wirklich hilft. Niemand bezahlt dich nur dafür, dass deine Motivation edel ist. Also braucht’s beides: Leidenschaft und brutal gute Ausführung.

Was uns hilft: Patrick und ich ergänzen uns extrem gut. Wir haben unterschiedliche Stärken, unterschiedliche Blickwinkel und genau dadurch kriegen wir meistens die richtige Balance hin. Mal führt der Kopf, mal das Herz. Und genau diese Mischung macht klima&so für mich und uns so besonders.

Herausforderungen meistern: Technisch, kommerziell und global

Größte Herausforderung: Welche Herausforderung war für euch bisher am schwierigsten – ob technisch, kommerziell oder personal?

Das erste Emissionsmodell zu bauen, war schon eine harte Nuss, aber so eine, die Spaß macht. Dieses „okay… wenn wir das lösen, dann sind wir auf einer heißen Spur“-Gefühl. Das war eher Turbo als Bremse.

Die echten Herausforderungen waren die Klassiker: laut werden, Vertrauen aufbauen, die ersten Kund:innen gewinnen, das Ganze irgendwie finanzieren, während du gleichzeitig ein Produkt baust, das noch niemand davor je gebaut hat. Standard Startup-Bossfight.

Aber der wahre Elefant im Raum (wenn wir uns alle mal ehrlich machen)?
Die globale Makrolage.

Sie könnte kaum unsexyer sein für junge Climate-Tech-Teams. Alles ist angespannt, alles wird aufgeschoben, alle sind in Defensive und ausgerechnet die Leute, die eigentlich die Zukunft ein bisschen weniger kaputt machen wollen, kämpfen damit am meisten.

Das ist gerade die größte Challenge: etwas Zukunftsgerichtetes aufzubauen… in einer Zeit, in der sehr viele lieber rückwärts schauen.

Jean-Paul  und Patrick von klima&so.

Ratschlag an Gründer: Nur mit Herzblut starten

Botschaft an andere Gründer: Wenn ihr einem Gründer im ClimateNext-Space einen einzigen Rat geben könntet – was würde es sein?

Ein Startup zu gründen ist taff.
Ein Startup in der Nachhaltigkeitsbubble zu gründen ist borderline irre.

Aber wenn’s funktioniert, ist es eines der erfüllendsten Dinge überhaupt.

Mein Rat? Das Ding mit dem Herz.
Mach’s nur, wenn du wirklich brennst.
Nicht so ein lauwarmes „ja klingt spannend“, ich meine richtiges Herz-in-der-Brust-Brennen.

Weil du wirst Gegenwind haben, du wirst Phasen haben, in denen du denkst „warum tue ich mir das an“ und genau in diesen Momenten brauchst du dieses innere Feuer.

Wenn du das hast: Go for it!

Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit

Impact vor Profit: Ist euer Anspruch, dass Klimaschutz das wichtigere Ziel als maximales Wachstum ist?

Yes

Risikobereitschaft: Würdet ihr euch als mutig beschreiben – bereit, alte Karrierepfade aufzugeben für eine neue Idee?

Damn yes, (Bungee-Springen war gar nichts dagegen)

Zusammenarbeit: Ist die Partnerschaft zwischen euch beiden (Laue & Schnitzler) ein Schlüsselfaktor für euren Erfolg?

ja, absolut

Continuous Learning: Investiert ihr regelmäßig Zeit in Weiterbildung im Bereich Climate Tech, Sustainability und Carbon Accounting?

ja, gehört dazu

Langfristiges Denken: Plant ihr langfristig – oder seid ihr eher agil und passt eure Strategie schnell an neue Marktentwicklungen an?

braucht beides

Schnellfragen zum Online Marketing und SEO

Authentisches Marketing: Vertraut ihr darauf, dass eure eigene Nachhaltigkeitsgeschichte das beste Marketing ist?

Jo

Content-Fokus: Ist regelmäßiges, hochwertiges Content Marketing (Blogs, Studien, Insights) euer Hauptverkehrsmittel für Lead-Generierung?

Das und Bühnenpräsenz

Technische Optimierung: Legt ihr selbst großen Wert darauf, dass eure eigene Website zu 100% nachhaltig gehostet und optimiert ist?

Nicht nur Website, sondern bei allem was wir technisch so machen - Fokus bleibt aber immer der Netto-Impact

Community-Building: Nutzt ihr aktiv Social Media (Instagram, LinkedIn), um eine Community von Sustainability-Enthusiasten aufzubauen?

Ja

Paid Advertising: Investiert ihr auch in Paid Advertising (Google Ads, LinkedIn Ads), oder setzt ihr primär auf organische Kanäle?

hauptsächlich organic

klima&so: Einblick in ein Climate-Tech-Startup mit Impact

klima&so verbindet technisches Know-how mit kreativem Storytelling, um Social Media nachhaltiger zu gestalten. Jean-Paul hat uns offen von den Gründungshürden, der Vision und den täglichen Herausforderungen erzählt. Wir danken ihm herzlich für das aufschlussreiche Interview und die inspirierenden Einblicke in ein Startup, das Klimaschutz in die digitale Welt bringt.

Jean-Paul Laue und Patrick Schnitzler, Gründer von klima&so.
Jean-Paul Laue und Patrick Schnitzler, Gründer von klima&so.

KONTAKT:

www.klimaundso.de/

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