L17.Digital: Mit SEO, Content & KI die digitale Sichtbarkeit neu denken
Dieses Mal im Fokus: L17.Digital. Gründer Marco Lauerwald gibt Einblicke in die Entstehung des Start-ups und seine Vision. Er erläutert, wie L17.Digital Unternehmen unterstützt, ihre digitale Sichtbarkeit zu erhöhen, Inhalte KI-optimiert aufzubereiten und Teams auf kommende Anforderungen vorzubereiten. Jetzt weiterlesen und mehr über Strategie, Hürden und Erfolge erfahren.

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview
Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?
Hi, ich bin Marco Lauerwald und ich bin Gründer der SEO-Agentur L17 Digital. Ich komme aus dem Sauerland.
Das heißt: anpacken, ehrlich sein, liefern. Keine Hochglanzfolien, sondern echte Ergebnisse.
Mein Anspruch ist es, Wissen zu teilen, Menschen mitzunehmen und gemeinsam digitale Sichtbarkeit zu erreichen – auf Augenhöhe und mit Substanz.
Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung
In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.
Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.
Der Weg zur eigenen Agentur
Gründungsgeschichte & Motivation: Du hast eine beeindruckende Karriere hinter dir – bei G DATA, Urlaubsguru und watt24 – bevor du L17.Digital gegründet hast. Was war der auslösende Moment für die Gründung einer eigenen Agentur? Welche Lücke im Markt hast du identifiziert?
Ich habe ehrlich gesagt nicht den typischen Einstieg in das Marketing gemacht. In der Regel startet man als Junior in einer Marketingagentur und wechselt dann nach einigen Jahren auf die InHouse-Seite. Mit meinem Einstieg bei G DATA bin ich immer auf der inHouse-Seite gewesen und habe irgendwie die Erfahrung aus dem Agentur-Business vermisst. Als ich dann genug Expertise in meinen Stationen gesammelt habe, wollte ich diese Erfahrung nachholen und habe meine eigene Agentur gegründet.
Leistungen & Alleinstellungsmerkmal
Kerndienstleistungen & Positionierung: L17.Digital fokussiert auf SEO, Content Marketing und CRM-Automation. Warum diese spezifische Kombination? Wie unterscheidet sich euer Angebot von etablierten Marketing-Agenturen?
Diese drei Themenbereiche: SEO, Content Marketing und CRM-Automation sind die Bereiche, die ich in meinen Inhouse-Tätigkeiten gelernt habe. Hier konnte ich mir im Laufe der Jahre eine ordentliche Fachkenntnis antrainieren und davon können unsere Kunden profitieren. Was unterscheidet uns von anderen etablierten Marketing-Agenturen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass große Agenturen oft unpersönlich sind. Man hat ständig wechselnde Ansprechpartner:innen und KMUs mit kleineren Budgets bekommen oft nur die Expertise von Praktikant:innen. Ein Unternehmen, das mit L17 arbeitet, bekommt mich, meine langjährige Expertise und eine persönliche Betreuung.
KI & digitale Sichtbarkeit
Die KI-Dimension: Du sprichst davon, dass „KI verändert, wie Inhalte gesucht, verstanden und ausgespielt werden". Wie konkret hilft ihr euren Kunden, ihre Webseiten „KI-fit" zu machen? Was sind die praktischen Maßnahmen?
Wir helfen unseren Kunden grundlegend dabei, ihre digitale Sichtbarkeit zu erhöhen. Aktuell verändern sich die Kundenanforderungen durch die wachsende Etablierung von LLMs wie ChatGPT oder Gemini. Unternehmen möchten hier gefunden werden und wollen, dass ihre Marke im richtigen Kontext durch die LLMs dargestellt wird. Das erreichen wir durch gezielte „Generativ Engine Optimization“ (GEO). Praktisch bedeutet das: Wir optimieren Inhalte nach dem BLUF-Prinzip (Bottom Line Up Front), implementieren strukturierte FAQ-Sektionen für AI Overviews und stärken die E-E-A-T-Signale (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness), damit Marken von KIs als vertrauenswürdige Quelle eingestuft und ausgespielt werden. Zudem nutzen wir KI intern zur Effizienzsteigerung in der Recherche und Texterstellung, wobei die menschliche Qualitätssicherung immer das letzte Wort behält.
Zielgruppen & Branchenfokus
Zielgruppe & Kundensegmente: Welche Art von Unternehmen profitiert am meisten von eurem Service? Sind es eher Mittelständler, größere Unternehmen oder auch Startups? Wie groß ist das Kundensegment?
Unsere Dienstleistungen sind branchenübergreifend ausgelegt, da die Mechanismen für digitale Sichtbarkeit und effiziente Prozesse universell funktionieren. Dennoch haben sich über die Jahre zwei klare Schwerpunkte herausgebildet, in denen wir über besonders tiefgreifende Expertise verfügen: Zum einen unterstützen wir intensiv B2B-Unternehmen im Bereich Software und SaaS dabei, ihre komplexen Lösungen im Markt sichtbar zu machen. Zum anderen liegt ein starker Fokus auf der Reisebranche, in der ich durch meine berufliche Historie tief verwurzelt bin. Grundsätzlich profitiert jedes Unternehmen von uns, das weg von unpersönlichen Massen-Agenturen möchte und stattdessen eine strategische Beratung sucht, die alle Branchen versteht, aber in den Bereichen SaaS und Travel echte Experten-Benchmarks setzt.
Geschäftsmodell & Zusammenarbeit
Geschäftsmodell & Leistungsangebot: Bietet ihr vor allem Einzelprojekte an oder auch längerfristige Partnerschaften? Wie sieht das Pricing aus – Stundensätze, Projektpreise oder Retainer-Modelle?
Wir setzen auf eine Kombination aus strategischer Beratung und operativer Exzellenz in den Bereichen SEO, Content Marketing und CRM-Automation. Dabei bieten wir sowohl gezielte Einzelprojekte als auch langfristige Partnerschaften über Retainer-Modelle an.
Erfolge & Referenzen
Track Record & Erfolgsbeispiele: Mit deinen Erfolgen (SEMY-Award 2019, European Search Award 2021, Freelancer des Jahres 2021, German Web Award 2022) hast du bereits viel erreicht. Welche messbaren Erfolge habt ihr mit L17.Digital für eure Kunden erzielt?
Die Auszeichnungen wie der SEMY-Award, der European Search Award oder die Ernennung zum Freelancer des Jahres sind schöne Meilensteine, die unsere fachliche Expertise unterstreichen. Aber der wahre Erfolg zeigt sich in der täglichen Arbeit für unsere Kunden: Wir haben in hochkompetitiven Märkten bewiesen, dass wir durch den Abbau komplexer technischer SEO-Hürden und eine klare Content-Strategie Top-Rankings für wettbewerbsintensive Keywords erzielen können. Das Ergebnis ist eine massiv verbesserte organische Performance und eine nachhaltige Steigerung der Sichtbarkeit. Auch Auszeichnungen wie der German Web Award für exzellente Webseiten-Projekte belegen unseren Anspruch, Ästhetik mit technischer Substanz und Performance zu vereinen.

Team & Arbeitsweise
Team & Struktur: Wie ist L17.Digital derzeit strukturiert? Arbeitet ihr als kleines agiles Team oder plant ihr zu wachsen? Welche Rollen sind zentral für euer Geschäftsmodell?
L17.Digital ist als extrem schlankes und hocheffizientes Team aufgestellt. Im Kern besteht die Agentur aus mir und einer angestellten Mitarbeiterin. Was uns jedoch von klassischen Strukturen unterscheidet, ist unser „AI-first“-Ansatz: Wir setzen ein Team aus spezialisierten KI-Agenten ein, die verschiedene Aufgaben automatisiert übernehmen und uns so den Rücken für die strategische Arbeit freihalten. Für die fachspezifische Tiefe in Projekten greife ich zudem auf einen festen Pool aus erfahrenen Experten zurück. Das sind meist Freelancer, die ich aus meiner Inhouse-Zeit kenne und die punktgenau dann dazukommen, wenn ihre spezifische Expertise gefragt ist. So garantieren wir maximale Flexibilität und höchste Qualität, ohne den Overhead einer großen Apparatur mitzufinanzieren.
Schulungen & Wissenstransfer
Schulungen & Workshops: Du bietest auch Schulungen, Seminare und Workshops an. Wie wichtig ist dieser Bereich für L17.Digital neben klassischem Consulting? Wer sind die Teilnehmer dieser Angebote?
Dieser Bereich ist eine tragende Säule von L17.Digital. Als Dozent an der FOM und der UE Germany unterrichte ich jährlich über 200 Studierende in verschiedenen Marketingdisziplinen. Daneben bieten wir praxisnahe Workshops für Unternehmen und Schulungen bei Institutionen wie der IHK an. Die Teilnehmer sind meist Marketing-Teams, die lernen wollen, wie sie SEO und KI nachhaltig in ihre eigenen Prozesse integrieren können. Besonders wichtig ist mir dabei der Wissenstransfer in der direkten Zusammenarbeit: Meine Kunden erhalten nicht einfach nur fertige Reports oder Ergebnisse. Ich erkläre immer das „Warum“ hinter unseren Maßnahmen. Mein Ziel ist es, meine Kunden während des Projekts so zu schulen, dass auf ihrer Seite ein tiefes Verständnis für die Materie entsteht. Ich möchte keine Abhängigkeiten schaffen, sondern Kompetenzen aufbauen, damit die Unternehmen ihre digitale Sichtbarkeit langfristig auch aus eigener Kraft verstehen und steuern können.
Forschung & Zukunftsentwicklung
Aktuelles Research & Weiterentwicklung: Du promovierst derzeit zum Thema „Skill-Gaps im Marketing" an der Middlesex University. Wie fließen diese akademischen Erkenntnisse in deine Arbeit bei L17.Digital ein?
Meine Dissertation an der Middlesex University ist für mich weit mehr als ein rein akademisches Projekt. Ich plane, die Erkenntnisse aus meiner Forschung zum Thema „Skill-Gaps im Marketing“ ganz gezielt in ein neues Geschäftsfeld bei L17.Digital zu überführen. Anknüpfend an unsere bereits erfolgreichen Schulungen und Workshops entwickeln wir derzeit ein Beratungsmodell, das Unternehmen dabei hilft, die Fähigkeitslücken ihrer Mitarbeitenden nicht nur punktuell, sondern systematisch zu schließen. Es geht darum, präzise zu analysieren: Welche Kompetenzen fehlen im Team – besonders durch den rasanten Einzug der KI – und wie können wir diese Lücken effizient füllen? Damit wird L17.Digital in Zukunft nicht nur für die Umsetzung von Marketing-Maßnahmen stehen, sondern Unternehmen strategisch dabei begleiten, ihre Belegschaft zukunftsfähig aufzustellen und eine nachhaltige Lernkultur zu etablieren.
Roadmap & Ausblick
Roadmap & Zukunftspläne: Was sind eure Pläne für die nächsten 12-24 Monate? Plant ihr, neue Dienstleistungen hinzuzufügen oder euch in neue Märkte auszubreiten?
Unser Fokus für die nächsten 12 bis 24 Monate ist glasklar: Wir bauen die Agentur technologisch massiv weiter aus. Das bedeutet konkret die Integration weiterer KI-Agenten in unsere internen Workflows, um noch effizienter, schneller und präziser für unsere Kunden liefern zu können.
Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools
SEO-Trends & Zukunftsstrategie
SEO-Strategie im Wandel: Die SEO-Landschaft ändert sich ständig – von RankBrain über Core Updates bis zur KI-Integration durch ChatGPT und Google Gemini. Welche SEO-Trends seht ihr als am wichtigsten für 2026? Wie bereitet ihr eure Kunden darauf vor?
Im Jahr 2026 ist SEO kein reines „Link- und Keyword-Spiel“ mehr. Der wichtigste Trend ist GEO (Generativ Engine Optimization). Es geht nicht mehr nur darum, auf Platz 1 bei Google zu stehen, sondern als vertrauenswürdige Quelle in den KI-Antworten von Gemini, ChatGPT oder Perplexity stattzufinden. Wir bereiten unsere Kunden darauf vor, indem wir ihre Inhalte „maschinenlesbar“ und gleichzeitig „menschenzentriert“ machen. Das bedeutet: weg von generischem Content, hin zu echtem E-E-A-T (Expertise, Experience, Authoritativeness, Trustworthiness). Wir optimieren auf „Zero-Click“-Anfragen, damit die Marke des Kunden bereits in der KI-Antwort als Experte präsent ist. Wer 2026 nur auf blauen Links beharrt, verliert.
Wir setzen auf multimodale Sichtbarkeit – also Text, Bild und Video so zu verzahnen, dass die KI gar nicht an unseren Kunden vorbeikommt.

Content Marketing & KI-Einsatz
Content Marketing & KI: Wie nutzt ihr KI-Tools im Content-Marketing-Prozess? Wo setzt ihr KI ein (Recherche, Texterstellung, Optimierung) und wo braucht es nach eurer Erfahrung noch menschliche Expertise?
Wir arbeiten mit einem hybriden Modell. Unsere KI-Agenten übernehmen die „Schwerstarbeit“: Daten-Recherche, das Clustern von tausenden Keywords und die Erstellung erster Entwürfe oder Strukturen. Das spart Zeit und Budget, das wir an anderer Stelle sinnvoller investieren können. Doch hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Die menschliche Expertise ist unverzichtbar für die strategische Leitplanke, die Tonalität und den Faktencheck. Eine KI hat kein „Bauchgefühl“ für eine Marke und versteht keine feine Ironie oder spezifische Branchen-Nuancen im Sauerland-Stil. Wir nutzen KI als hocheffizienten Motor, aber am Steuer sitzt immer ein Mensch, der sicherstellt, dass der Content eine Seele hat und wirklich konvertiert.
CRM-Automation & Performance-Tracking
CRM-Automation & Performance: Wie verknüpft ihr SEO-Erfolg mit CRM-Systemen und Marketing-Automation? Wie misst ihr den ROI dieser integrierten Systeme für eure Kunden?
Traffic allein ist eine „Vanity Metric“ – am Ende des Tages zählen Abschlüsse, nicht Klicks. Besonders für unsere B2B-Kunden im Software- und SaaS-Bereich ist die nahtlose Verknüpfung von SEO und CRM-Systemen überlebenswichtig. In dieser Branche haben wir es oft mit langen Entscheidungszyklen zu tun; ein Nutzer schließt selten beim ersten Klick ein Abo ab. Deshalb tracken wir nicht nur, dass jemand über Google gekommen ist, sondern welchen Weg er über welche Whitepaper oder Blogartikel bis zur Demo-Buchung oder zum Kauf genommen hat (Closed-Loop-Reporting). Durch CRM-Automation stellen wir sicher, dass diese Leads nicht im Sande verlaufen: Basierend auf dem spezifischen Such-Einstieg spielen wir automatisierte, individualisierte Nurturing-Strecken aus, die den Interessenten genau dort abholen, wo er im Entscheidungsprozess steht.
Tools, Tech-Stack & Strategie
Tools & Tech-Stack: Welche Tools und Plattformen nutzt ihr primär? Wie wichtig ist die richtige Technik im Vergleich zur strategischen Beratung?
Unser Stack besteht aus Klassikern wie Screaming Frog für die Technik, Sistrix oder ahrefs für die Marktanalyse und natürlich meiner eigenen Lösung Sitemapy.ai für das automatisierte Monitoring von Sitemaps. Dazu kommen maßgeschneiderte KI-Workflows auf Basis von LLMs und n8n. Aber ganz ehrlich: Strategie schlägt immer Technik. Ein Tool ist wie ein Hammer – es baut dir kein Haus, wenn du keinen Bauplan hast. Viele Agenturen verstecken sich hinter komplizierten Tool-Dashboards. Wir nutzen die Technik, um die PS auf die Straße zu bekommen, aber die Richtung gibt die Strategie vor.
Beratung & operative Umsetzung
Beratung vs. Umsetzung: Bietet ihr hauptsächlich Strategieberatung an oder auch praktische Umsetzung und Management? Wie unterstützt ihr Kunden bei der Implementierung eurer Empfehlungen?
Wir sind keine „Folien-Schubser“. Wer mit uns arbeitet, bekommt die Sauerland-Mentalität: anpacken und liefern. Wir entwickeln die Strategie, aber wir begleiten die Kunden auch operativ bei der Implementierung. Dabei ist mir extrem wichtig, dass wir das Wissen nicht für uns behalten. Wie schon erwähnt, schulen wir die Teams unserer Kunden direkt bei der Umsetzung. Wir helfen dabei, interne Prozesse so aufzusetzen, dass die Unternehmen langfristig selbstständig agieren können. Ob es um die technische SEO-Begleitung eines Relaunchs geht oder um das Aufsetzen automatisierter Content-Workflows – wir sind im Maschinenraum dabei, bis die Ergebnisse stimmen.
Persönliche Fragen an die Gründer
Persönlicher Werdegang & digitale Erfahrung
Persönlicher Werdegang: Du hast bereits 2002 deine erste Webseite gebaut – das ist über 20 Jahre Erfahrung im digitalen Raum. Was hat sich am meisten verändert in dieser Zeit und was ist gleich geblieben?
Verändert hat sich vor allem die Komplexität und die Geschwindigkeit. 2002 haben wir noch mit Tabellen-Layouts gekämpft und „Keywords-Stuffing“ funktionierte tatsächlich noch. Heute sind wir im Zeitalter der KI-Agenten und semantischen Suche. Was aber absolut gleich geblieben ist: Der Mensch am anderen Ende der Leitung. Das Bedürfnis nach einer echten Lösung für ein Problem oder einer ehrlichen Antwort auf eine Frage ist die Konstante. SEO war 2002 und ist 2026 im Kern dasselbe: Verstehe, was der Nutzer will, und liefere ihm das bestmögliche Ergebnis. Nur die Werkzeuge sind schärfer geworden.

Inspiration & Wegbereiter
Inspiration & Mentoren: Es gibt offensichtlich Momente in deiner Karriere, wo du Sprünge gemacht hast – vom Marketing-Manager zur Leitung großer Teams bis zur Gründung. Was oder wer hat dich inspiriert, diese Schritte zu gehen?
Ich hatte das Glück, bei Stationen wie G DATA oder Urlaubsguru mit inspirierenden Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten, die Unternehmertum vorgelebt haben. Was mich aber am meisten angetrieben hat, war der Wunsch nach Selbstwirksamkeit. In großen Strukturen stößt man oft an gläserne Decken oder langsame Prozesse. Ich wollte beweisen, dass man Marketing-Beratung „ehrlicher“ machen kann – ohne Agentur-Phrasen, dafür mit echter Inhouse-Mentalität. Meine Inspiration war immer die Idee, Expertise aus der Konzernwelt für den Mittelstand greifbar und umsetzbar zu machen.
Lernen, Forschung & Weiterbildung
Lernen & Entwicklung: Deine laufende Promotion an der Middlesex University zeigt Engagement für kontinuierliches Lernen. Warum war es dir wichtig, noch einen Doktortitel zu verfolgen, während du L17.Digital aufbaust?
Für mich ist die Promotion kein akademischer Selbstzweck, sondern die strategische Basis für die Zukunft von L17. Meine absolute Leidenschaft ist es, Menschen etwas beizubringen und Wissen so zu vermitteln, dass es einen echten Unterschied macht. Ich liebe es, komplexe Zusammenhänge aufzubrechen und verständlich zu machen.
Genau deshalb nutze ich die Erkenntnisse meiner Forschung zu „Skill-Gaps“, um bei L17 einen neuen Geschäftszweig aufzubauen, der sich auf die gezielte Fort- und Weiterbildung in Unternehmen konzentriert. Wir wollen Teams nicht nur beraten, sondern sie aktiv befähigen, mit der Geschwindigkeit der digitalen Ära Schritt zu halten.
Gleichzeitig ist der Doktortitel natürlich ein wichtiges Fundament für mein Engagement an den Hochschulen. Er verleiht meiner Arbeit als Dozent die nötige wissenschaftliche Tiefe und Glaubwürdigkeit. Und ganz ehrlich: Ich möchte mir damit auch die Tür für eine spätere Professur offenhalten.
Work-Life-Balance & Standortvorteil
Work-Life-Balance & Sauerland: Du basierst im Sauerland – nicht in einer klassischen Startup-Hotspot wie Berlin oder München. War diese Entscheidung bewusst? Wie wirkt sich der Standort auf deine Arbeit aus?
Das war eine absolut bewusste Entscheidung. Ich bin im Sauerland geboren und hier tief verwurzelt. Ich brauche den Wald zum Nachdenken, nicht den Berliner Asphalt. Hier lebe ich die Werte, die auch das Fundament von L17.Digital bilden: Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und echte Handschlagqualität. In den großen Metropolen läuft man oft Gefahr, jedem flüchtigen Trend hinterherzujagen. Die Ruhe meiner Heimat gibt mir die nötige Konzentration, um strategisch in die Tiefe zu gehen und substanzielle Ergebnisse für meine Kunden zu liefern. Dank der Digitalisierung ist es heute völlig egal, von wo aus man berate – am Ende zählt, ob man Wort hält und liefert. Und genau das ist Sauerländer Mentalität.
Fehlschläge & Erkenntnisse
Fehlschläge & Learnings: Nicht alles läuft nach Plan – welcher war der größte Rückschlag oder Fehler in deiner Laufbahn und was hast du daraus gelernt?
Mein größtes Learning: Man muss nicht alles alleine machen. Heute setze ich auf Fokus, Automatisierung und mein Experten-Netzwerk, um den maximalen Impact für den Kunden zu erzielen.
Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit
Hast du vor L17.Digital bereits ein StartUp oder eine eigene Agentur gegründet?
Nein. L17.Digital ist meine erste offizielle Agenturgründung. Ich habe davor über 15 Jahre lang auf der Inhouse-Seite das Handwerk von der Pike auf gelernt und große Marken digital erfolgreich aufgebaut. Diese tiefgehende Praxiserfahrung und die Leidenschaft für echte Ergebnisse wollte ich bündeln und unter eigener Flagge anbieten. Mein Ziel ist es, meine Kunden direkt an diesem jahrelang erprobten Expertenwissen teilhaben zu lassen.
Warst du von Anfang an auf Gründung vorbereitet oder hat sich die Idee zufällig aus deiner Karriere entwickelt?
Ehrlich gesagt war ich absolut nicht darauf vorbereitet – es war mehr oder weniger Zufall. Ich hatte den Gedanken zwar schon lange im Hinterkopf, aber der konkrete Anstoß kam von außen: Plötzlich war die erste Kundenanfrage da. In diesem Moment musste ich mich entscheiden, mich intensiv damit beschäftigen und einfach gründen. Es war also kein strategisch durchgeplanter Masterplan, sondern die Bereitschaft, im richtigen Moment die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen.
Glaubst du, dass deine akademische Ausbildung (Bachelor in Business Journalism, Master in Marketing & Sales) essentiell für deinen Erfolg war?
Ich sehe mein Studium als das theoretische Rüstzeug. Der Journalismus hat mein Verständnis für Qualität geschärft – Content-Marketing ist für mich kein Selbstzweck, sondern muss eine Geschichte erzählen, die hängen bleibt. Der Master hat dazu die strategische Flughöhe geliefert. Doch die wahre Expertise wurde in der intensiven Praxis bei G DATA und Urlaubsguru geschmiedet. Die Uni zeigt dir, wie das Werkzeug theoretisch funktioniert, aber die nötige Ruhe und Präzision lernst du erst im operativen Geschäft unter Realbedingungen.
Würdest du sagen, dass Netzwerken und Beziehungen wichtiger waren als formales Wissen für deine Karriere?
In meinem Fall ist das Netzwerk nicht nur wichtig – es ist wirklich alles. L17.Digital ist auf der Basis meines Netzwerks entstanden und existiert heute ausschließlich darauf. Wir haben bis heute keinen einzigen Cent für Werbung ausgegeben und mussten noch nie Kaltakquise betreiben. Jeder einzelne Kunde kam über direkte Kontakte, Empfehlungen oder das „Netzwerk meines Netzwerks“ zu uns. Diese Mund-zu-Mund-Propaganda ist unser einziger Vertriebskanal. Das formale Wissen ist natürlich die Voraussetzung, um am Ende die Ergebnisse zu liefern, aber das Fundament, auf dem mein gesamtes Unternehmen steht, ist das über Jahrzehnte gewachsene Vertrauen in meinem Netzwerk.
Hast du L17.Digital als Solopreneur gegründet oder von Anfang an mit Co-Founder(s)?
Ich habe L17.Digital alleine gegründet und 2025 die erste Mitarbeiterin eingestellt.
Schnellfragen zum Online Marketing und SEO
Nutzt ihr KI-Tools wie ChatGPT oder Google Gemini aktiv in euren SEO- und Content-Strategien?
Ja, absolut. Wir verfolgen einen „AI-first“-Ansatz. Wir nutzen spezialisierte KI-Agenten für die Datenrecherche, das Clustering von Keywords und die Erstellung von Inhaltsstrukturen. Das spart Zeit und Ressourcen, die wir dann in die strategische Veredelung und die Qualitätssicherung investieren können. KI ist bei uns der hocheffiziente Motor, aber der Mensch behält das Lenkrad in der Hand.
Seid ihr aktiv in sozialen Medien präsent und nutzt ihr diese für euer eigenes Marketing?
Ich nutze primär LinkedIn als Kanal für mein Personal Branding und zur Pflege meines Netzwerks. Da L17.Digital aber zu 100 % organisch über Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda wächst, betreiben wir kein klassisches Social Media Marketing im Sinne von Werbeanzeigen oder massiver Lead-Gen-Bespielung. Unser „Marketing“ findet im direkten Austausch und durch die Sichtbarkeit meiner Fachthemen statt.
Sind regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen ein zentraler Teil eurer Geschäftsmodells?
Definitiv. Das ist eine unserer tragenden Säulen. Wir schulen nicht nur uns selbst durch meine Promotion und die akademische Anbindung an die Hochschulen, sondern machen die Ausbildung unserer Kunden zum Teil des Projekts. Wir wollen keine Abhängigkeiten schaffen, sondern Kompetenzen in den Unternehmen aufbauen, um die „Skill-Gaps“ unserer Kunden nachhaltig zu schließen.
Arbeitet ihr mit anderen Agenturen oder Freelancern zusammen oder bietet ihr alles In-House an?
Wir setzen auf ein hocheffizientes, hybrides Modell. Die Struktur von L17.Digital besteht im Kern aus mir, einer festen Mitarbeiterin und unserem Team aus KI-Agenten, die uns bei der Datenanalyse und repetitiven Aufgaben den Rücken freihalten. Für die fachliche Tiefe in den Projekten greifen wir gezielt auf ein eingespieltes Netzwerk aus spezialisierten Freelancern zu. So garantieren wir maximale Senior-Expertise für jedes Gewerk, ohne den teuren Wasserkopf einer klassischen Agentur mitzufinanzieren. Wir bieten also die Schlagkraft einer großen Einheit, bleiben dabei aber so agil und persönlich wie eine Boutique-Beratung.
Messt ihr eure Erfolge primär über SEO-Rankings oder über Business-Metriken wie Lead-Generation und Conversion-Rate?
Das kommt natürlich ganz auf den Kunden und seine spezifischen Ziele an. Wenn wir über unseren eigenen Erfolg als Agentur nach außen sprechen, nutzen wir SEO-Rankings als primäre Metrik – es ist die sichtbarste Währung, um unsere Fachkompetenz und die Fortschritte in Projekten vergleichbar zu machen.In der direkten Zusammenarbeit mit dem Kunden, zählen jedoch fast ausschließlich die harten Business-KPIs: Sales, qualifizierte Leads und Conversions. Rankings bringen die PS auf die Straße, aber Leads und Sales sind der Treibstoff, der das Unternehmen unserer Kunden voranbringt.
L17.Digital: Expertise, KI und persönliche Betreuung vereint
Das Gespräch mit Marco Lauerwald zeichnet ein klares Bild: L17.Digital kombiniert klassische SEO- und Content-Disziplinen mit modernen KI-Prozessen und setzt dabei konsequent auf individuelle Beratung statt Standardlösungen. Genau diese Mischung schafft die Grundlage für nachhaltige Sichtbarkeit.
Wir bedanken uns bei Marco für das Vertrauen und die konkreten Einblicke hinter die Kulissen. Wer hier mitliest, nimmt vor allem mit: Erfolg entsteht nicht durch einzelne Hacks, sondern durch sauberes Handwerk, konsequentes Lernen und eine Vision, die sich in echte Umsetzung übersetzt.

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