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snipKI Im Interview: „Wir lösen das Monday-Morning-Problem der KI

snipKI zeigt, wie Unternehmen KI-Kompetenz praxisnah und messbar aufbauen können. Vom 8-Wochen-KI-Führerschein bis zur Lernplattform mit über 400 Video-Snips – so werden Teams sofort handlungsfähig und produktiver.

snipKI Im Interview: „Wir lösen das Monday-Morning-Problem der KI
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Ein Ex-Bain-Berater und einer der bekanntesten KI-Köpfe auf LinkedIn – auf dem Papier klingt das Gründerduo hinter snipKI ungewöhnlich. In der Praxis ergibt es ziemlich viel Sinn. Moritz Heininger bringt die Strategieerfahrung aus Konzernen und Hypergrowth-Startups mit, Jens Polomski die Community, die Reichweite und das KI-Know-how. Gemeinsam haben sie eine Plattform aufgebaut, die Mittelständler und Konzerne im DACH-Raum operativ fit für KI macht – ohne theoretische Folienschlachten. Im Interview gibt Moritz Einblicke in den Geschäftsaufbau, das Revenue-Modell und die Frage, wie man mit einem kleinen Team und fast ohne Werbebudget Tausende Kunden erreicht.

snipKI Logo

Elevator-Pitch als Einleitung für das Interview

Bitte erkläre den Lesenden der AFS-Akademie etwas über euer StartUp. Wer bist du? Was tust du? Wer ist eure Zielgruppe? Was sind deine Ziele? Was zeichnet euer StartUp aus?

Mein Name ist Moritz Heininger, ich bin Gründer von snipKI. Wir sind die ‚KI-Enablement-Company‘ für den DACH-Raum. Wir helfen Unternehmen wie Mittelständlern und Konzernen, KI-Kompetenz intern zu skalieren – messbar und praxisnah. Wir richten uns an Unternehmen, die ihre Teams operativ fit für die Zukunft machen wollen. Was uns auszeichnet? Wir liefern keine theoretischen Folien, sondern sorgen mit unserem ‚KI-Führerschein‘ und unserer Enablement-Plattform dafür, dass Mitarbeiter KI wirklich anwenden und lieben lernen.

Hauptfragen zum Unternehmen & der Gründung

In den folgenden Fragen werfen wir einen detaillierten Blick auf die Gründungsgeschichte, die Entwicklung des Startups und die strategischen Entscheidungen dahinter.

Die Gründer berichten dabei offen über Herausforderungen, Erkenntnisse und Meilensteine ihres unternehmerischen Weges.

Die Idee hinter snipKI: Vom KI-Hype zur praktischen Umsetzung

Ihr habt snipKI als "die größte deutschsprachige KI-Lernplattform" gegründet – was war die konkrete Problemstellung, die euch bewogen hat, genau diese Lösung zu bauen? Welche Erfahrung hat euch damals gefehlt?

Uns fehlte die Brücke zwischen ‚Inspiration‘ und ‚Umsetzung‘. Auf Konferenzen wurden alle heiß gemacht auf KI, aber am Montagmorgen wusste niemand, wie man den ersten Prompt schreibt. Wir wollten das ‚Monday Morning Problem‘ lösen: Wie befähige ich Teams, KI sofort im Alltag zu nutzen, ohne wochenlange Theorie?

Vom Hypergrowth zur KI-Strategie: Moritz über die Unterschiede zu früheren Gründungen

Moritz, du hast bei Bain & Company als Strategie-Berater gearbeitet, warst Managing Director bei Rocket Internet und hast ein VC-finanziertes Restaurant-Tech-Startup gegründet – wie unterscheidet sich das Gründen von snipKI von deinen früheren Unternehmungen?

Bei Rocket Internet (Foodpanda) oder meinem Unternehmen DiscoEat ging es oft um ‚Hypergrowth at all costs‘ und komplexe operative Logistik. snipKI ist anders: Wir sind eine ‚KI-first Company‘. Wir skalieren nicht durch mehr Personal, sondern durch intelligente Automatisierung und Anwendung von KI. Es fühlt sich ruhiger, aber strategisch viel mächtiger an, weil wir mit einem kleinen Team einen riesigen Hebel haben.

Community als Fundament: Wie Jens snipKI über LinkedIn aufbaute

Jens, du bist als eine der bekanntesten KI-Stimmen im deutschsprachigen Raum bekannt (LinkedIn Top Voice, Sprecher bei OMR und Google) – wie hast du diese Plattform genutzt, um snipKI zu etablieren?

Meine Reichweite auf LinkedIn und im Newsletter war unser ‚Proof of Concept‘. Ich habe gesehen, welche Fragen die Community wirklich stellt. snipKI ist quasi die Antwort auf die tausenden Fragen aus meinem Postfach. Wir haben die Plattform nicht für die Community gebaut, sondern aus ihr heraus. Das schafft ein Urvertrauen, das man mit Marketingbudget nicht kaufen kann.

Vom Zufall zur Partnerschaft: Wie Moritz & Jens snipKI gründeten

Die Kombination aus "Strategie-Berater" (Moritz) und "KI-Influencer" (Jens) ist ungewöhnlich – wie habt ihr euch kennengelernt und entschieden, gemeinsam snipKI zu gründen?

Wir haben uns bei einer Konferenz in Berlin über unser Netzwerk kennengelernt. Wir haben uns wiedergetroffen und festgestellt: Der Markt für KI-Enablement ist kaputt. Es gab entweder teure Berater oder YouTube-Chaos. Wir haben dann sehr pragmatisch getestet– erste Use-Case-Tutorials, erste Resonanz. Als wir sahen, dass der Bedarf riesig ist, haben wir ‚All-in‘ gesagt. Später kam dann der maßgeschneiderte KI-Führerschein hinzu, ein 8-Wochen-Programm exklusiv für ganze Teams.

Snackable & praxisnah: So entsteht die snipKI-Lernplattform

Eins der beiden Kernprodukte ist die "KI-Lernplattform mit über 400 Video-Snips" – wie habt ihr diese Videos produziert und welches Qualitätsmerkmal unterscheidet eure Inhalte von anderen Online-Lernplattformen wie Udemy oder Coursera?

Auf Udemy muss man die Nadel im Heuhaufen suchen. Außerdem sind die meisten Kurse veraltet. Bei uns ist alles kuratiert, aktuell und auf einen einheitlichen Standard gebracht. Unser USP ist die ‚Snackable Quality‘ und die direkte Umsetzbarkeit konkreter Use Cases: Jedes Video ist ein ‚Snip‘, eine kurze Lösung für ein konkretes Problem.

KI-Führerschein: Mehr als nur ein Online-Kurs – Teamkultur inklusive

Der "KI-Führerschein" (8 Wochen Programm mit Live-Sessions, Mikroaufgaben, Consulting und Zertifikat) ist euer Premium-Produkt – warum ist dieses intensive Programm besser als ein einfaches Online-Kurs-Format?

Weil KI-Enablement zu mindestens 50% ein Kultur- und Mindset-Thema ist. Tools zu erklären ist einfach, aber wir zielen auf einen echten ‚Mindset Change‘: Das gesamte Team soll am Ende ‚KI-first‘ denken und handeln – und dabei vor allem Spaß an der täglichen Anwendung haben. Wir setzen genau an dieser kulturellen Hürde an. Durch die intensive Begleitung und die Arbeit an echten Cases nehmen wir die Berührungsängste und etablieren eine neue DNA im Unternehmen. Ein reiner Online-Kurs wird geschaut und vergessen; unser maßgeschneidertes Programm verändert, wie ein Team arbeitet.“

Team SnipKI

Hybrid-Modell: Freemium-Plattform trifft maßgeschneiderte Premium-Programme

Euer Jahrespaket kostet 499 € / Jahr – wie kalkuliert ihr diese Preisgestaltung und was ist euer Revenue-Modell (Freemium, B2B-Workshops, Subskriptionen)?

Wir fahren eine Hybrid-Strategie. Die Plattform (499 €/ Jahr) sorgt für Breite und Sichtbarkeit. Auch Einzelpersonen können sich einen Account erstellen. Das sind oft die motiviertesten Leute in einem Unternehmen. Die Personen stellen snipKI dann oft im Unternehmen vor. Daraus entstehen dann oft einer oder mehrere ‚KI-Führerscheine‘, die pro Seat höher bepreist sind, weil das Programm maßgeschneidert ist und Consulting-Elemente enthält. Das erlaubt uns, die Einstiegshürde für Einzelnutzer niedrig zu halten.

Kunden & Use Cases: KI-Produktivität für Unternehmen und Teams

Die Zielgruppe sind Unternehmen und Teams – habt ihr bereits größere Kunden gewonnen und könnt ihr konkrete Use Cases oder Branchenschwerpunkte nennen?

Ja, wir sehen eine riesige Nachfrage quer durch alle Branchen (Pharma, Retail, Professional Services, Industrie, Produktion, Fashion, um nur ein paar zu nennen). Zu unseren Kunden zählen Teams aus bekannten Konzernen wie Hugo Boss und Aristo Pharma, aber auch der gehobene Mittelstand. Es gibt natürlich eine große Anzahl an Use Cases die branchenübergreifend sofort positive Effekte erzielen. Aber die wirklich relevanten Game Changer erarbeiten wir oft gemeinsam mit unseren Kunden.

KI-first Company: Produktentwicklung und Go-to-Market mit KI-DNA

snipKI ist als KI-first Company gegründet (nicht "adaptiert, sondern gegründet mit KI-DNA") – was bedeutet das konkret für eure Produktentwicklung und euer Go-to-Market?

Es bedeutet, dass wir keine riesige Personaldecke brauchen, um Tausende Kunden zu bedienen. ‚KI-first‘ heißt für uns: Bevor wir eine Stelle ausschreiben, prüfen wir, ob ein KI-Prozess die Aufgabe lösen kann. Das macht uns extrem schlank und schnell. Für den KI-Führerschein haben wir das “Betriebssystem” selbst entwickelt. Mit einem Software-Entwickler, in nur einem Monat. Im Go-to-Market nutzen wir KI-Agenten für Lead-Scoring, Signalüberwachung und personalisierte Ansprache. Wir sind quasi unser bester eigener Case Study.

Fragen zu SEO/Online Marketing & Tools

Organisches Wachstum & KI-gestütztes Go-to-Market bei snipKI

Wie habt ihr snipKI mit organischen Mitteln bekannt gemacht – Content Marketing, SEO (Keywords wie "KI-Führerschein", "AI Training Deutschland"), Jens' persönlicher Influencer-Status oder Paid Ads?

Unser größter organischer Hebel ist Jens als einer der bekanntesten KI-Berater Deutschlands. Mit über 55.000 LinkedIn-Followern und einem Newsletter mit 40.000 Abonnenten hatten wir vom ersten Tag an direkten Zugang zu unserer Zielgruppe– ohne einen Euro für Paid Ads auszugeben. Dazu kommt unser persönliches Netzwerk aus jahrelanger Startup- und Beratungsarbeit. Aber wir wären keine KI-Company, wenn wir nicht auch unser Go-to-Market KI-gestützt aufbauen würden: Mit Tools wie Clay haben wir ein System entwickelt, das uns erlaubt, relevante Leads intelligent zu identifizieren und personalisiert anzusprechen. So kombinieren wir ‚Trusted Voice‘ mit ‚Smart Outreach‘. Mit Paid Ads experimentieren wir, aber bisher sind sie absolut irrelevant für uns.

SEO und Content als Wachstumstreiber

Eure Website und der Content (Lernplattform, Blog, Videos) sind umfassend – wie wichtig ist SEO für euer Growth und auf welche Keywords optimiert ihr gezielt?

SEO spielte für uns von Anfang an eine wichtige Rolle. So haben wir gezielt relevante Seiten in Google indexiert und zusätzlich diverse eigene Tools veröffentlicht, die teilweise über 150.000 User auf unsere Webseite gebracht haben.

SnipKI Plattform

Videos gezielt für organische Reichweite einsetzen

Ihr betreibt über 480 Video-Snips auf der Plattform – wie nutzt ihr diese für YouTube-SEO, Content Marketing und organisches Reach-Building?

YouTube nutzen wir aktuell noch gar nicht, die Videos werden aber gezielt teilweise öffentlich dargestellt um für all unsere einzelnen Anwendungsfälle organische Reichweite aufzubauen.

Performance messen: Tools, Analytics und KPIs im Überblick

Wir nutzen die komplette Google Suite mit dem Google Tag Manager und Google Analytics für die Performance-Messung. Zusätzlich haben wir Hubspot als CRM im Einsatz um auch über reine Web-Metriken hinaus Erfolgsmessung durchführen zu können.

Wir nutzen die komplette Google Suite mit dem Google Tag Manager und Google Analytics für die Performance-Messung. Zusätzlich haben wir Hubspot als CRM im Einsatz um auch über reine Web-Metriken hinaus Erfolgsmessung durchführen zu können.

Persönliche Fragen an die Gründer

Vom Strategie-Berater zum KI-Enabler: Impact direkt spürbar machen

Moritz, bei Bain hast du große Konzerne beraten – was hat dich dazu bewogen, jetzt für Unternehmen KI zugänglich zu machen statt sie zu optimieren?

Tatsächlich ist der Sprung gar nicht so groß, wie er klingt. Auch bei snipKI arbeiten wir mit Konzernen und großen Mittelständlern– meine Bain-Erfahrung hilft mir enorm zu verstehen, wie man diese Organisationen wirklich bewegt. Was ich dort gelernt habe: Mehr als 50% einer erfolgreichen Transformation sind keine technischen Themen wie Daten oder Systeme, sondern ’softe‘ Faktoren – Kultur, Mindset, Verhaltensänderung. Genau da setzt snipKI an. Den Impact zu sehen hat mir schon bei Bain Spaß gemacht, aber ehrlich gesagt fühlt sich der Impact bei snipKI deutlich größer und vor allem schneller an. Wenn ein Team nach acht Wochen sagt ‚Wir denken jetzt KI-first‘, ist das greifbarer als manches 12-Monats-Projekt von damals.“

Persönliche Brand trifft Corporate Brand: Sichtbarkeit gezielt multiplizieren

Jens, du bist eine öffentliche Figur mit hohem Sichtbarkeitswert – wie balanciertst du deine persönliche Brand mit der Corporate Brand von snipKI?

Meine persönliche Brand und snipKI sind eng miteinander verwoben– und das ist auch gut so. Früher war ich Einzelkämpfer: Mein Impact war auf das begrenzt, was ich alleine vor Ort beim Kunden erreichen konnte. Das war frustrierend, weil die Nachfrage immer größer war als meine Zeit. Mit snipKI haben wir das gelöst: Mein gesamtes Know-How, das ich mir über Jahre aufgebaut habe, fließt jetzt in Programme und Systeme, die Unternehmen nachhaltig helfen– unabhängig davon, ob ich persönlich im Raum stehe. Meine Bekanntheit öffnet Türen und schafft Vertrauen, snipKI liefert dann die Substanz. So multipliziere ich meinen Impact, statt ihn zu limitieren.“

Der Aha-Moment: Wann snipKI sein Potenzial erkannte

Welcher Moment bei der Gründung von snipKI war euer größter "Aha-Moment" – wann hast du gemerkt, dass ihr ein Riesenpotential haben könntet?

Der Moment, als wir gemerkt haben, dass wir kaum noch aktiv verkaufen müssen. Nach unserem ersten KI-Führerschein mit einem großen Pharma-Konzern kam Feedback, das uns sehr gefreut hat– eine Teilnehmerin nannte es ‚die beste Seminarreihe in 20 Jahren‘. Aber der eigentliche Aha-Moment war, als dieselben Unternehmen für den dritten Durchgang buchten und uns aktiv weiterempfohlen haben. Wir wachsen durch Vertrauen und Ergebnisse, nicht durch Werbebudgets. Das zeigt uns: Wir haben einen echten Nerv getroffen.

Die größte Herausforderung beim Aufbau von snipKI

Wo seht ihr die größte Herausforderung beim Aufbau von snipKI – ist es die Content-Produktion, die Sales an Unternehmen, die Konkurrenz oder etwas ganz anderes?

Ganz klar: Das Tempo der KI-Entwicklung. Was heute State-of-the-Art ist, kann in drei Monaten überholt sein. Unsere Herausforderung ist es, up to date zu bleiben, neue Entwicklungen selbst zu testen und umzusetzen, und dann zu entscheiden: Was davon bringt unseren Kunden im Mittelstand und Enterprise-Segment echten Mehrwert? Wir müssen ständig analysieren, testen, kuratieren und filtern. Was ist wirklich relevant? Was bleibt relevant? Was sind nur Spielereien? Ein konkretes Beispiel: Wie wir Prompting unterrichten, hat sich in den letzten sechs Monaten fundamental verändert. Diesen Anspruch – immer aktuell, immer praxisrelevant – konsequent zu halten, ist unsere größte und wichtigste Herausforderung.

SnipKI Angebot

Unsere Vision: snipKI als führende KI-Enablement-Plattform in DACH

Was ist die persönliche Vision hinter snipKI für euch – wollt ihr Europa's Nummer 1 KI-Lernplattform werden, oder habt ihr andere langfristige Ziele?

Wir wollen die größte KI-Enablement Company in DACH werden und sind da schon auf einem ziemlich guten Weg. Es geht nicht nur um die Lernplattform, sondern um die Summe unserer Enablementangeboten. Jedes Angebot hat ein unterschiedliches Ziel und adressiert einen unterschiedlichen Bedarf unserer Buyer Personas. Da spielt vor allem auch der maßgeschneiderte KI-Führerschein eine zentrale Rolle. Unsere Mission ist es, Unternehmen zu befähigen, KI strategisch richtig anzugehen, Teams mit den nötigen Skills und dem richtigen Mindset auszustatten und Projekte erfolgreich in die Praxis umzusetzen.

Schnellfragen zur Gründerpersönlichkeit

Hattest du, Moritz, nach deinen Erfahrungen bei Bain und Rocket Internet noch Angst vor dem Risiko, ein neues Startup zu gründen?

Ehrlich gesagt: Nein. Ich habe nach Bain und Rocket ja bereits ein eigenes Unternehmen gegründet und dabei extrem viel gelernt– wie man bestimmte Dinge macht, aber auch wie man sie definitiv nicht machen sollte. Der Weg war nicht immer linear, aber unglaublich lehrreich. Mit snipKI bauen wir jetzt ein Unternehmen auf, das vom ersten Tag an profitabel ist und fast ausschließlich organisch wächst. Wir treffen mit unseren Angeboten genau den Bedarf unserer Zielkunden in einem Markt, der gerade explodiert. Wenn wir uns nicht komplett dumm anstellen, sehe ich kein großes Risiko. Im Gegenteil: Das größte Risiko wäre gewesen, es nicht zu tun und es später zu bereuen.

Glaubt ihr, dass es in 3 Jahren noch Bedarf für separate KI-Lernplattformen gibt, oder werden die großen Player (LinkedIn Learning, Google, Coursera) den Markt dominieren?

"Die großen Player werden den Markt für Basiswissen bedienen– aber genau da liegt das Problem. Schon heute sind deren Angebote oft zu generisch und veralten schnell. Was Unternehmen wirklich brauchen, sind zwei Dinge: Erstens, maßgeschneiderte Programme, die Teams direkt in die produktive KI-Nutzung bringen– wie unser KI-Führerschein. Zweitens, dynamische Plattformen, die dabei helfen, in dieser schnelllebigen Welt am Ball zu bleiben. Coursera kann einen Überblick geben, aber für echte Transformation braucht es Tiefe, Aktualität und Anpassung an die eigenen Use Cases. Da sehe ich uns klar im Vorteil gegenüber den One-Size-Fits-All-Giganten.

Wenn ein großes Tech-Unternehmen (Meta, Google, Microsoft) euch akquirieren würde – wäre das ein positives Szenario für euch?

Ehrlich gesagt: Nein, das wäre kein relevantes Szenario für uns. Unsere Stärke ist die Unabhängigkeit. Wir bedienen Kunden, die in der Microsoft-Welt zuhause sind, genauso wie Unternehmen im Google-Universum oder solche, die auf europäische Lösungen wie Langdock setzen. Diese Neutralität ist für unsere Kunden enorm wertvoll. Wir können so auch wirklich beraten und die Lösung empfehlen, die uns am geeignetsten erscheint. Würde uns einer der großen Player akquirieren, gingen plötzlich viele Türen zu– und wir würden genau das verlieren, was uns ausmacht: unsere Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit als neutraler Enablement-Partner.

Schnellfragen zu Online Marketing und SEO

Ist organisches Wachstum (SEO, Content, Influencer) wichtiger für eure Kundengewinnung als bezahlte Kanäle (Google Ads, LinkedIn Ads)?

Wir generieren 95% unseres Umsatzes über organischem Wachstum.

Nutzt ihr euer Newsletter mit über 15.000 Abonnenten gezielt als Akquisitionskanal für snipKI-Kunden?

Ja natürlich. Über unseren Newsletter erzeugen wir immer wieder wertvolle Berührungspunkte mit unserer Marke und unseren Werten.

Habt ihr spezifische SEO-Tools wie Semrush, Ahrefs oder SimilarWeb im Einsatz?

Wir nutzen unterschiedliche Tools. Neben der Google Search Console greifen wir auch auf Semrush oder Ahrefs zu.

Wollt ihr eure Lernplattform auch international expandieren (Schweiz, Österreich, später englischsprachige Märkte) oder bleibt ihr DACH-fokussiert?

In den nächsten drei Jahren bleibt der Fokus sicherlich auf Kunden in DACH. Wir schulen heute schon internationale Teams deutscher Konzerne, aber würden aktuell keine Vertriebs- oder Marketingkapazitäten außerhalb von DACH fokussieren.

snipKI: Praxisnahe KI-Kompetenz für Unternehmen

Was aus diesem Interview hervorsticht: snipKI hat den Markt nicht erfunden, sondern eine Lücke gefüllt, die vorher alle gesehen, aber niemand geschlossen hat. Die Kombination aus kuratierter Plattform für die Breite und maßgeschneidertem KI-Führerschein für die Tiefe ist ein kluges Modell – und die Tatsache, dass Kunden nach dem dritten Durchgang immer noch buchen, zeigt, dass es funktioniert. Moritz und Jens beweisen damit, dass KI-Enablement kein einmaliges Event ist, sondern ein fortlaufender Prozess. Vielen Dank an beide Gründer, dass sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.

Gründer Jens Polomski & Moritz Heininger von SnipKI
Gründer Jens Polomski & Moritz Heininger von SnipKI

KONTAKT:

www.snipki.de

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